Auswertung Wegeheld-App Je dicker das Auto, desto häufiger Falschparker


pm/yjs Berlin. Je dicker das Auto, des häufiger parken ihre Besitzer falsch: So lässt sich eine Auswertung der App Wegeheld zusammenfassen, mit deren Hilfe ihre Nutzer Falschparker fotografieren und melden können.

Der Auswertung zufolge parken bezogen auf die Zulassungszahlen Land Rover am häufigsten falsch, gefolgt von Jaguar und Porsche, teilte die Initiative clevere Städte am Donnerstag mit. Sie wertete 7000 Falschparker aus, die über die Wegeheld-App eingingen. „Je dicker das Auto, umso egoistischer das Verhalten“, fasst Heinrich Strößenreuther von der Initiative clevere Städte und Initiator der Wegeheld-App die Auswertung zusammen. Aber auch Smart-Fahrer stellten ihr Auto häufig falsch ab. Am Ende der Liste stehen die Marken Hyundai, Mazda und Suzuki.

Ein anderes Bild ergibt sich bei Betrachtung der absoluten Zahlen. Jeder zweite gemeldete Falschparker fuhr einen VW, Mercedes, Opel oder BMW.

Mit der kostenlosen Wegeheld-App für Smartphones können Verkehrsteilnehmer Falschparker direkt an das zuständige Ordnungsamt melden. Angegeben werden kann, welches Vergehen vorliegt, ein Foto kann ebenfalls übermittelt werden. Für Osnabrück sammelt ferner der Blog „Osnabrücker Radwege“ Fotos von Autos, die Rad- und Fußwege blockieren.

Strößenreuther kämpft mit einer Online-Petition für höhere Strafen für Falschparker. Auf der Plattform openpetition.de fordert er Bundesverkehrsminister Dobrindt auf, die Bußgelder für Falschparker zu erhöhen. „Heben Sie die Bußgelder für Zuparken auf EU-Niveau an. Deutschland ist Schlusslicht und liegt 75 Prozent unter dem Durchschnitt“, heißt es dort. 80 Euro für Parken auf Rad- und Gehwegen fordert Strößenreuther, 100 Euro für das Parken in zweiter Reihe und 130 Euro für Parken auf einem Behindertenparkplatz. Die Petition hat bisher rund 6200 Unterstützer und läuft noch 24 Tage.


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