Satt für drei Monate Riesenpython verschlingt Känguru –Spektakuläre Bilder

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Sydney. Einem Nationalpark-Ranger in Australien sind einmalige Fotoaufnahmen gelungen. Er fotografierte, wie ein zweieinhalb Meter großer Python im Norden des Landes ein ganzes Känguru verspeiste. Der Schlange reicht die Mahlzeit voraussichtlich für drei Monate. Achtung: Die Bilder sind nichts für empfindliche Gemüter.

„Once in a lifetime“ – dieser englische Spruch beschreibt das, was der australische Parkranger Paul O’Neill Anfang der Woche erlebt hat, besonders gut: also ein Erlebnis, das einem nur einmal im Leben widerfährt. Der Australier drehte im Nitmiluk Nationalpark, der für seine 13 eindrucksvollen Schluchten weltweit bekannt ist, und knapp 350 Kilometer südlich von Darwin liegt, seine obligatorische Runde. Im Dezember ist im Norden Australiens Hochsommer und Regenzeit, Touristen meiden die überschwemmten Schluchten und das feucht-heiße Klima dann meist.

Kreischende Vögel alarmierten den Ranger

Umso überraschter war O’Neill, als er auf einen Schwarm Vögel stieß, der aufgebracht kreischte. O’Neill, der auch dafür zuständig ist, die gefährlichen Salzwasserkrokodile aus dem Park fern zu halten, die gerade zur Regenzeit manchmal vom nahen Kakadu Nationalpark zuwandern, wollte die vermeintliche Ruhestörung untersuchen. Statt eines Krokodils stieß der Wildhüter jedoch auf den zweieinhalb Meter langen Olivpython, der augenscheinlich kurz zuvor ein Wallaby erwürgt hatte. Wallabys sind eine kleinere Känguruart – für den Python jedoch „so ziemlich die größte Beute, die er fressen kann“, wie Schlangenexperte Greg Smith vom Territory Wildlife Park dem australischen Sender ABC im Nachhinein erklärte.

Auf der Lauer

O’Neill, der sich der Einmaligkeit dessen, was sich vor seinen Augen abspielte sofort bewusst war, legte sich in sicherem Abstand auf die Lauer und fotografierte, wie die Schlange ihre Mahlzeit stetig über die nächste halbe Stunde in sich hineinwürgte und ihr Gebiss dabei bis zum Maximum ausdehnte. Laut Experte Smith ein Erlebnis, das in der Wildnis bisher kaum jemand beobachtet hat.

Für die kommenden drei Monate gesättigt

Insgesamt wird es nun etwa fünf bis sieben Tage dauern, bis der Python das Wallaby komplett verdaut hat. Danach „wird die Schlange losgehen und sich mindestens einen Monat lang verstecken“, sagte Smith. Bis zu drei Monate kann der Python nun ohne weiteres Futter auskommen, doch laut dem Experten haben unterschiedliche Schlangen auch einen unterschiedlichen Appetit und manche würden unter Umständen schon nach vier bis acht Wochen wieder auf die Jagd gehen.

Schlangen in Schlagzeilen

Pythons liefern in Australien öfter mal spektakuläre Nachrichten: Im März 2014 verschlang eine der Schlangen einen Hund, der mit einer Kette in seinem Hundehaus festgebunden war. Nur noch die Kette schaute letztendlich aus dem Python heraus, der sich damit selbst angekettet hatte. Und 2013 entpuppte sich ein vermeintlicher Einbrecher, der ein Geschäft im Bundesstaat Queensland verwüstet hatte, nach einem Tag polizeilicher Beweissuche und Ermittlungsarbeiten ebenfalls als eine der stattlichen Schlangen. Der über fünf Meter lange Randalierer war durch ein Loch im Dach in das Geschäft gefallen.


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