Reha zu Hause Genesung von Michael Schumacher erfordert weiter Geduld

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Michael Schumacher ist im September 2014 nach Hause verlegt worden. Foto/Archiv: dpaMichael Schumacher ist im September 2014 nach Hause verlegt worden. Foto/Archiv: dpa

ski/dpa Osnabrück. Am heutigen Montag vor einem Jahr ist Formel-1-Legende Michael Schumacher bei einem Skiunfall im französischen Méribel schwer verletzt worden. Seine Sprecherin dementierte gegenüber der Bild-Zeitung einen Bericht, nachdem Schumacher große Fortschritte mache.

Laut Bild-Zeitung hatte eine französische Zeitung ein Interview mit dem früheren Formel-1-Piloten Philippe Streiff geführt. Demnach berichtete der 59-Jährige, Schumacher beginne, Personen in seinem Umfeld wahrzunehmen. Gegenüber der Bild-Zeitung dementierte Schumachers Sprecherin Sabine Kehm Streiffs Aussagen: „Ich kann mich nur sehr über diese Aussagen von Philipe Streiff wundern. Er hat mit Sicherheit keinerlei Kontakt zu Professor Saillant und sicher auch nicht zu Corinna.“

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Im November hatte Kehm gesagt , Schumacher mache Fortschritte, die der Schwere seiner Verletzungen angemessen seien. „Man muss der Sache Zeit geben. Ich glaube, man muss wirklich einfach Geduld haben.“ Ähnlich hatte sich im Oktober auch ein Arzt geäußert, der Schumacher nach seinem Unfall betreut hatte. Jean-François Payen sagte ebenfalls, die Genesung erfordere Geduld. „Man befindet sich auf einer Zeitskala, die von einem Jahr bis drei Jahre reicht“, so der Chef der Anästhesie und Reanimation der Uniklinik von Grenoble, in die Schumacher nach seinem Skiunfall am 29. Dezember 2013 gebracht worden war.

Henning Stubbe, Chefarzt der Anästhesie der Paracelsus-Kliniken Osnabrück, hatte im Juli gegenüber unserer Redaktion gesagt, bei jungen Menschen wie Schumacher sei die Wiederherstellung von Hirnfunktionen generell einfacher . „Unter Umständen können die Therapien ein Leben lang andauern“, so Stubbe. Zum konkreten Fall Schumacher wollte sich Stubbe aber nicht äußern. „Da muss man die Krankenakten kennen, sonst ist es reine Spekulation.“

Michael Schumacher war am 29. Dezember 2013 in den französischen Alpen im Wintersportort Méribel nur wenige Meter neben der markierten Piste über einen Felsen gefahren und gestürzt. Dabei prallte er mit dem Kopf auf einen zweiten Felsen. Zunächst war er ansprechbar, aber verwirrt. Er wurde ins Universitätskrankenhaus von Grenoble eingeliefert und notoperiert. Die Ärzte versetzten ihn in ein künstliches Koma. Im Juli 2014 teilte Schumachers Management mit, dass er sich nicht mehr im Koma befinde. Er wurde in eine Reha-Klinik in Lausanne verlegt. Im September wurde Schumacher zur weiteren Rehabilitation nach Hause geholt .


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