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Jahresrückblick 2014: Diese Geschichten haben Leser am meisten interessiert

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Fällt das Handy in den Teich, wird der halt leer gepumpt. Wohin mit dem Wasser? Klar, in die Toilette Immerhin: Wer sich zum Deppen der Region macht, kann am Ende dafür immerhin einen Werbevertrag bekommen. Von einem Pumpenbauer ...Fällt das Handy in den Teich, wird der halt leer gepumpt. Wohin mit dem Wasser? Klar, in die Toilette Immerhin: Wer sich zum Deppen der Region macht, kann am Ende dafür immerhin einen Werbevertrag bekommen. Von einem Pumpenbauer ...

Osnabrück. „Blaulicht, Kinder, Tiere, Wetter!“ Fragt man altgediente Redakteure, was die Leser bewegt, lautet die Antwort meist so oder so ähnlich. Stimmt das denn? Wir haben nachgeschaut: Wofür interessieren sich die Leser auf noz.de? Was waren 2014 die meist aufgerufenen Beiträge?

Die meist gelesene Geschichte hatte leider kein Happy End und machte viele Menschen betroffen: Am 22. Januar hatten Mitarbeiter des Wasser- und Schifffahrtsamtes den seit rund einem Monat vermissten Christoph Hackmann tot im Leeraner Hafenbecken entdeckt. Damit endete eine quälende Zeit der Ungewissheit für die Familie und für das Dorf Oberlangen.

Auf Platz zwei landete der millionenfache Datenklau, der im April das Vertrauen in die Sicherheitsmechanismen von Online-Dienstleistern erschütterte. Bin ich auch betroffen? Was kann ich tun? Diese Fragen beschäftigten viele unserer Leser. Und vielen Menschen wurde plötzlich klar, dass es nicht besonders umsichtig ist, für verschiedene Dienste das gleiche Passwort zu benutzen.

Ein weiteres Servicethema lag auch auf Platz drei der meist gelesenen Beiträge. Ab wann gilt eigentlich die Winterreifenpflicht in Deutschland? Die Antwort auf diese Frage lieferten wir im September: Es gibt keine zeitlich befristete Winterreifenpflicht in Deutschland, vorgeschrieben sind Winterreifen bei „winterlichen Straßenverhältnissen“ wie etwa Schnee, Eis und Reifglätte. Wer dann sein Auto grundsätzlich stehen lässt, braucht auch keine Winterreifen.

Täglich neue Herausforderungen, täglich frische Rätsel - das sollte die Menschen doch interessieren, oder? Tut es auch: Vorne mit dabei sind auch unsere Denksportaufgaben. Wenn Sie jetzt die Rätsellust verspüren: Hier sind sie, jeden Tag neu unter www.noz.de/denksport.

Medienkritiker, die der einen oder anderen Berichterstattung gerne mal einen Hang zur Belanglosigkeit (neudeutsch „Wayne“) vorwerfen, müssen jetzt stark sein: Es gibt Menschen, die finden „Bachelorette“ und Co. interessant oder zumindest unsere Beiträge dazu spannend. Zum Beispiel den neusten Klatsch und Tratsch über den Sieger der „Bachelorette 2014“.

Macht Fernsehen dumm? Oder sorgt es zumindest dafür, dass man sich etwas, nun ja, merkwürdig verhält? Wenn dem so ist, hat ein 16-jähriger junger Mann wohl zu viel Fernsehen geschaut: Nachdem ihm sein Smartphone in einen Angelteich im Meppener Ortsteil Rühle gefallen war, versuchte er kurzerhand den kompletten See leer zu pumpen. Die Aktion reichte locker für Platz sechs in unserer Hitparade der meist gelesenen Geschichten.

Leer, Lehrer, Klassenfahrt: Auf Platz sieben schaffte es eine wegen Alkoholismus abgebrochene Klassenfahrt. Betrunken waren allerdings nicht die Schüler, sondern die Lehrer einer Bramscher Schule. Fünf Tage sollte der Hamburg-Aufenthalt der Realschüler dauern, aber schon am ersten Tag der Reise überließen die Lehrkräfte die Jugendlichen sich selbst und gaben sich dem Alkoholkonsum hin. Als ein Lehrer betrunken die Treppe herunter stürzte, war die Klassenfahrt zu Ende.

Es folgt noch mal leichte Unterhaltung: Auch das Promi-Big-Brother im August - ohne Oliver Pocher, dafür aber mit Ronald Schill - polarisierte unsere User, interessierte aber trotzdem oder gerade deswegen viele Menschen. Genau wie das Dschungelcamp 2014 und eine inzwischen fast legendäre „Schlag den Raab“-Show, während der unseren Autor plötzlich eine grausige Vorstellung beschlich: Hört diese Show einfach nicht auf, geht die jetzt einfach immer weiter?

Platz neun: Dieter Nuhr und der Islam. Ein Osnabrücker Moslem wirft Nuhr Hetze vor, zeigt ihn an, organisiert ein „Demöchen“ vor dessen Auftritt in der Stadthalle. Alles halb so wild, eine Provinzposse womöglich, hätte da am Ende nicht eine Erkenntnis gestanden: Beim Thema Islam reagiert Nuhr unangemessen angefasst.

Auf Platz zehn der meist aufgerufenen Artikel wieder eine traurige Geschichte: Tagelang suchten Freunde und Polizei Maximilian und Alexander. Dann kam die erschütternde Nachricht: Die beiden jungen Männer waren bei einem Autounfall zwischen Bünde und Bielefeld ums Leben gekommen. Ihr Wagen wurde am 11. November in einem dichten Waldstück bei Herford entdeckt.

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