Schnee im Harz Der Winter kommt: 2014 klingt kalt aus

Von dpa



Berlin. Nun kommt er doch – der Winter. In den deutschen Skigebieten herrscht Vorfreude. Aber es kann auch zu viel des Guten sein – wie in Moskau.

In weiten Teilen Deutschlands hat es endlich geschneit - gerade noch rechtzeitig zum Ausklang des Weihnachtsfestes. Für das Wochenende sagen Meteorologen weitere zum Teil heftige Schneefälle und Kälte voraus. Die Skigebiete rüsten sich für den Ansturm zum Jahreswechsel, Skilifte gehen in Betrieb. Weihnachten war in vielen Gegenden eher feucht, stürmisch und warm. Derweil ist Moskau im Schnee versunken. Neue Naturgewalten überschatteten das Gedenken an die Opfer des Tsunamis vor zehn Jahren. In den damals am schwersten betroffenen Gebieten im indonesischen Aceh und auf Sri Lanka kämpften fast eine Million Menschen gegen schwere Überschwemmungen.

Wintereinbruch in Deutschland

Der Winter prägt in Deutschland wenigstens bis zum Jahresende das Wetter, wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) voraussagte. Am Samstag sollte es im Südwesten schneien, mitunter auch kräftig. Starker Wind sorgt für Schneeverwehungen in den Bergen. „Auf Autobahnen in 400, 500 Metern Höhe kann es kritisch werden“, mahnte Meteorologe Christoph Hartmann. Im Schwarzwald sind Orkanböen möglich. In den tieferen Lagen kann es auch regnen. Im Norden und Osten bleibt es dagegen weitgehend sonnig und trocken.

Weiße Pisten in Bayern

In Bayern können sich die Wintersportler auf weiße Pisten freuen: Dauerfrost, Schnee und klirrend kalte Temperaturen bis minus zehn Grad werden erwartet. Ein Tief bringt Schneefälle mit sich, in Schwaben und dem Westen Bayerns können zwischen 10 und 15 Zentimeter fallen, in der Mitte 5 bis 10 Zentimeter.

Neuschnee in Baden-Württemberg

Mehr als 40 Zentimeter Neuschnee im Hochschwarzwald in Baden-Württemberg sind nach Angaben des DWD locker drin. Gleichzeitig fallen die Temperaturen beinahe überall unter den Nullpunkt. Spätestens am Sonntag wird das größte Skigebiet im Südwesten auf dem Feldberg die ersten seiner 35 Lifte öffnen und Wintersportfans empfangen. Der traditionelle Weltcup der Nordischen Kombinierer in Schonach kann laut Veranstaltern wie vorgesehen Anfang Januar stattfinden.

Hochwasser in Hamburg geht zurück

In den Hochwassergebieten von Hamburg und Schleswig-Holstein gingen die Pegelstände nach den tagelangen Regenfällen weiter zurück. Es gab Entwarnung. Die meisten Rettungskräfte von Feuerwehr und Technischem Hilfswerk (THW) konnten ihre Ausrüstung wieder einpacken. Nur vereinzelt mussten noch Keller leergepumpt oder mit Sandsäcken gesichert werden.

Wintersturm in Moskau

Nach einem heftigen Wintersturm kämpfte Moskau gegen die Schneemassen. Die Medien der russischen Hauptstadt berichteten von einem Verkehrschaos außerhalb des Zentrums mit langen Staus auf den Straßen. Mehr als 11 000 Räumfahrzeuge waren im Einsatz, wie die Stadt mitteilte. Der Bürgermeister der größten europäischen Stadt, Sergej Sobjanin, übernahm die Einsatzleitung, wie die Verwaltung mitteilte. Die Behörden nannten die Lage „anormal“. Nach Angaben von Wetterdiensten gab es 25 Zentimeter Neuschnee. Zuvor war der Winter für russische Verhältnisse ungewöhnlich mild gewesen.

Überschwemmungen auf Sri Lanka

Mehr als eine Million Menschen sind mittlerweile von den Überschwemmungen und Erdrutschen auf Sri Lanka und in Indonesien betroffen. Fast 100 000 von ihnen mussten auf Sri Lanka ihre Häuser verlassen, wie das Katastrophenschutzzentrum am Freitag mitteilte. Der tagelange Regen weichte die Böden auf und führte zu teils tödlichen Erdrutschen. Im Distrikt Badulla im Zentrum der Insel starben mindestens sieben Menschen. Straßen und Schienenverbindungen in großen Teilen des Landes wurden geschlossen. Der Inselstaat im Indischen Ozean leidet seit vielen Tagen unter den für die Jahreszeit ungewöhnlichen Regenfällen.


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