Polizei ermittelt Uni Greifswald: Kamera auf Damentoilette gefunden

Eine Kamera wurde auf der Damentoilette der Uni Greifswald gefunden. Symbolfoto: Michael GründelEine Kamera wurde auf der Damentoilette der Uni Greifswald gefunden. Symbolfoto: Michael Gründel

kfr/pm Greifswald. Unangenehme Nachricht für Studentinnen der Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald: Auf der Damentoilette eines Institut wurde eine Kamera gefunden. Nicht weit entfernt fand die Polizei den Laptop, auf dem die Bilder möglicherweise gespeichert wurden. Gegen einen 47-jährigen Mitarbeiter einer Elektrofirma wurde Anzeige erstatttet.

Einer 37-jährigen wissenschaftlichen Mitarbeiterin war die Kamera auf der Damentoilette des Instituts für Fennistik und Skandinavistik am Montagmorgen aufgefallen, weil diese angefangen hatte zu blinken. Sie soll ihr gegenüber unterhalb der Sanitäreinbauten angebracht worden sein.

Als die verständigte Polizei eintraf, konnte sie die Kamera allerdings nicht mehr finden. Schnell richtete sich nach Angaben der Polizei der Verdacht gegen den 47-jährigen Mitarbeiter einer Elektrofirma, der mit Arbeiten im Haus beauftragt worden war. Dieser hätte zwar schließlich zugegeben, dass er die Kamera abgebaut und in einer Mülltonne entsorgt habe; er habe aber bestritten, auch für den Einbau verantwortlich zu sein. Der Verdächtige verweigere weitere Aussagen, teilte die Polizei mit. Gegen ihn wurde Anzeige wegen Verletzung des höchstpersönlichen Lebensbereichs erstattet.

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Das Landeskriminalamt Mecklenburg-Vorpommern untersucht nun einen in einem nahen Arbeitszimmer gefundenen Laptop, der die Bilder von der Kamera empfangen haben soll sowie mehrere USB-Sticks. Bislang könne nichts darüber gesagt werden, ob und wann Bilder und Videos aufgenommen und ob diese ins Internet gestellt wurden.

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In einem ähnlichen Fall hatte die Greifswalder Polizei bereits im Januar 2013 ergebnislos ermittelt. Auf die Verletzung des höchstpersönlichen Lebensbereichs stehen bis zu ein Jahr Freiheitsstrafe oder eine Geldstrafe.