Litauen macht Anfang Energy-Drink-Verbot für Minderjährige in Deutschland?

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Insbesondere bei jungen Menschen beliebt: Energy-Drinks wie Red Bull. Foto: ImagoInsbesondere bei jungen Menschen beliebt: Energy-Drinks wie Red Bull. Foto: Imago 

Osnabrück. Litauen hat es bereits getan – und nun fordert Foodwatch, Energy-Drinks für Minderjährige in Deutschland zu verbieten.

Die Verbraucherorganisation verlangt, den Verkauf der koffeinhaltigen Energy-Drinks wie Red Bull und Rockstar an Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren zu verbieten. Grund sei eine Empfehlung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) vom 14. Oktober dieses Jahres. Ihr zufolge stehen die Energy-Drinks im Verdacht, Herzrhythmusstörungen, Krampfanfälle, Nierenversagen und sogar Todesfälle zu verursachen. Auch das Bundesinstitut für Risikobewertung warnt seit vielen Jahren vor möglichen Risiken der Energy-Drinks – zuletzt im Januar dieses Jahres.

Litauen weltweit einmalig

Litauen erließ im Mai dieses Jahres als weltweit erstes Land ein Verkaufsverbot an Minderjährige. Seit dem 1. November dieses Jahres dürfen die „Muntermacher“ nicht mehr Jugendliche unter 18 Jahren verkauft werden. Andernfalls droht eine Geldstrafe.

Generelles Verbot von Energy-Shots

Für die sogenannten Energy-Shots fordert Foodwatch ein generelles Verbot. Zur Begründung dieser im Vergleich kleineren Dosen führt die Organisation an, sie würden noch mehr Koffein und Taurin als herkömmliche Energy-Drinks enthalten. Die Gefahr einer Überdosierung sei daher besonders groß.

Auf der Foodwatch-Internetseite können Verbraucher an einer digitalen Unterschriftenaktion für ein Verbot von Energy-Drinks an Minderjähriger teilnehmen. Mehr als 16.000 sprachen sich dort bis zum Mittwochabend für ein solches Verbot aus.


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