NABU: Erfreuliche Stabilisierung Vogelzählung: Deutschland bleibt Spatzenland

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Häufiger Gast in deutschen Gärten: Der Haussperling. Foto: imagoHäufiger Gast in deutschen Gärten: Der Haussperling. Foto: imago

Osnabrück. Der Spatz bleibt der häufigste Gartenvogel in Deutschland. Bei der Vogelzählaktion „Stunde der Gartenvögel“, die zum zehnten Mal stattfand, verteidigte der Spatz oder Haussperling jetzt seinen Platz als Spitzenreiter, wie der Naturschutzbund Deutschland (NABU) in Berlin mitteilte. Nach ihm folgen Amsel, Kohlmeise, Blaumeise und Star als häufigste Gartenvögel. Auf den weiteren Plätzen stehen Elster, Grünfink, Ringeltaube, Mauersegler und Buchfink.

Der Naturschutzbund sprach von einer erfreulichen Stabilisierung des Spatzen-Bestandes, nachdem die kleinen Vögel noch vor Jahren auf der Vorwarnliste der deutschen Roten Liste aussterbender Arten geführt wurden. Besorgniserregend seien die Rückgänge bei Mehlschwalbe und Mauersegler, die laut NABU ihre bisher niedrigsten Werte erreichten. Beide seien Gebäudebrüter und Langstreckenzieher und spürten die Auswirkungen von Klimawandel und Gebäudesanierung.

Ausgewertet wurden nach NABU-Angaben bislang Meldungen von 25.000 Beobachtern aus mehr als 17.000 Gärten und Parks mit 600.000 erfassten Vögeln. Weitere Beobachtungen können noch bis kommenden Montag (19. Mai) nachgemeldet werden.

Ziel der Aktion ist es nach Angaben des Naturschutzbundes, ein deutschlandweites und möglichst genaues Bild von der Vogelwelt in Städten und Dörfern zu erhalten. Dabei gehe es nicht um exakte Bestandszahlen aller Vögel, sondern vielmehr darum Anteile und Trends von Populationen zu ermitteln. Damit dieser Anteil repräsentativ ist, sollen die Populationsdaten über mehrere Jahre verglichen werden.

Die Beschränkung auf den Siedlungsbereich – also Gärten, Parks, Friedhöfe, aber auch Innenhöfe oder Balkone – entspricht laut NABU der Schwesteraktion „Stunde der Wintervögel“ im Januar. „Im Mittelpunkt beider Aktionen stehen die häufigeren Vögel rund um Haus und Garten, über deren Bestände wir zum Teil weniger genau Bescheid wissen als über manche Seltenheit in der Vogelwelt.“ (mit epd)


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