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Täter erschießt sich selbst Beziehungsdrama in Münster – Schüsse und zwei Tote

Autos stehen an der Straße, in der ein erschossener Mann und eine schwer verletzte Frau gefunden wurden. Die Frau befand sich in einem Auto, die Leiche des Mannes lag daneben. Foto: dpaAutos stehen an der Straße, in der ein erschossener Mann und eine schwer verletzte Frau gefunden wurden. Die Frau befand sich in einem Auto, die Leiche des Mannes lag daneben. Foto: dpa

Münster. Der Täter schießt auf offener Straße zuerst auf eine Frau, dann tötet er sich mit einem Revolver selbst. So sehen Ermittler den Tatablauf. Stunden später stirbt auch die 30-Jährige im Krankenhaus. Opfer und Täter kannten sich.

Die Frau konnte zunächst reanimiert werden, erlag aber später im Krankenhaus ihren schweren Verletzungen in der Universitätsklinik Münster. Der Mann habe mehrfach auf sie geschossen, so die Polizei gegenüber noz.de.

Wie Polizei und Staatsanwaltschaft in einer gemeinsamen Erklärung mitteilten, stieg gegen 8.45 Uhr die 30-jährige Frau in ihren an der Kristiansandstraße in Münster-Kinderhaus abgestellten Wagen. In diesem Moment trat ein 33-jähriger Mann an das Fahrzeug heran. Nach einem kurzen Wortwechsel schoss der Mann mit einem Revolver auf die im Auto sitzende Fahrerin und verletzte sie lebensgefährlich. Anschließend erschoss sich der Täter vor dem Fahrzeug.

„Das Opfer und der Täter kannten sich, sie haben im vergangenen Jahr zeitweise zusammen gewohnt. Dann hat sich die Frau von dem Mann getrennt. Es könnte sein, dass er diesen Schritt nicht überwunden hat“, sagte Oberstaatsanwalt Heribert Beck zu einem möglichen Motiv.

„Die Tatwaffe, ein Revolver, stammt aus einem Einbruchsdiebstahl im vergangenen Jahr in einem anderen Bundesland“, erläuterte Beck auf Nachfrage. Der Mann wohnte ebenfalls in Münster, aber in einem anderen Stadtteil. (mit dpa)


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