Über den Ursprung des Brauchtums Halloween-Hexe mit interaktivem Google Doodle


Osnabrück. An das Brauchtum Halloween erinnert die Suchmaschine Google am Donnerstag mit einem interaktiven Doodle. Am 31. Oktober wird die „All Hallows‘ Eve“ gefeiert. Doch was, steckt eigentlich dahinter?

Auf der Startseite der Suchmaschine Google liest am heutigen Donnerstag eine verknurzelte grüne Hexe aus einem Zauberbuch, um anschließend den Zaubertrank zu brauen. Dabei kann ihr der Google-Nutzer helfen. Klickt er auf das Standbild, beginnt ein kurzer Film, in dem die Hexe das blubbernde Gebräu umrührt. Anschließend kann man dann selbst beim Verfeinern des Zaubertranks helfen: Ein Apfel, ein Knochen, ein Totenkopf oder ein Fläschchen mit einer Geheim-Zutat können mit einem Maus-Klick in den Kessel geschnipst werden. Für seine Mithilfe beim Köcheln wird der Nutzer mit verschiedenen kleinen Spielen belohnt – je nachdem welche Zutaten er zusammengewürfelt hat.

Doch was steckt hinter dem Brauchtum? So wie wir heute Halloween kennen, schwappte der Brauch aus den USA herüber. Laut Wikipedia kam diese amerikanisierte Tradition in den 1990er Jahren über Frankreich nach Europa. Mittlerweile ist das Brauchtum auch in Deutschland in vielen Regionen fester Bestandteil der Kultur. Am Abend des 31. Oktobers ziehen Kinder – verkleidet als Hexe, Kürbis, Troll oder Gruselmonster – von Haus zu Haus und bitten die Bewohner mit „Süßes oder Sauers“ um Leckereien. Wer nichts gibt, muss damit rechnen, dass ihm die Kinder einen Streich spielen.

Die ursprüngliche Herkunft Halloweens finden sich bei den Kelten in Schottland und Irland. Am Ende des Jahres, die Kelten hatten einen anderen Kalender, als wir heute – feierten sie den Winteranfang. Sie glaubten, dass ihre verstorbenen Verwandten an diesem Tag auf die Erde zurückkehrten, und vertrieben die gefürchteten Geister mit Feuer und schauriger Verkleidung. Auf der Internetseite Kindernetz.de wird erklärt, was passierte, als dann die Römer die keltischen Länder eroberten: Sie brachten ihre eigenen Bräuche mit. Sie feierten am 1. November das Fest zu Ehren der Erntegöttin –mit Äpfeln und Nüssen als Gaben für die Göttin Ceres. Im Christentum wird am 1. November das Fest Allerheiligen gefeiert, um den Toten zu gedenken. Es wurde von Papst Gregor III. im 8. Jahrhundert auf diesen Termin gelegt, um das heidnische Fest der Kelten zu verdrängen. Der „Tag der Toten“, der in Mexiko vom 31. Oktober bis zum 2. November gefeiert wird, erinnert an Halloween. Mittlerweile wird aber sein ursprünglicher Charakter durch die US-amerikanisierte Tradition überlagert. Auch in Deutschland rücken andere Traditionen, wie beispielsweise St. Martin, in den Hintergrund.

Heute setzen sich die Aktionen zu Halloween aus den verschiedenen Bräuchen zusammen.


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