37 Jahre alter Fall aus Hessen Totes Baby im Feld abgelegt: Wer ist die Mutter von "Sabrina"?

Fundort des blauen Müllsacks mit dem Leichnam des neugeborenen Mädchens an einem FeldwegFundort des blauen Müllsacks mit dem Leichnam des neugeborenen Mädchens an einem Feldweg
Polizei Hessen/Staatsanwaltschaft Hessen

Büdingen. Der Fall eines bereits Ende der 90er Jahre tot aufgefundenen Säuglings gibt den Ermittlern bis heute Rätsel auf. Jetzt sollen 600 Frauen eine Speichelprobe abgeben.

Das Baby wurde von einem Spaziergänger auf einem Feldweg im hessischen Büdingen gefunden, eingewickelt in einen Müllsack aus Plastik. Medienberichten zufolge war der Spaziergänger monatelang immer wieder an dem Bündel vorbeigelaufen, bis er sich schließlich am 01. April 1999 dazu entschied, den Sack zu öffnen und hineinzuschauen. 

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Nach 22 Jahren nehmen die Ermittlungen neue Fahrt auf

Die Strafverfolgungsbehörden nannten das tote Mädchen "Sabrina".  Eingewickelt war sie in zwei blaue Plastikmüllsäcke, eine Aldi-Plastiktasche, eine Plastiktüte eines Modehauses sowie eines weiteren Discounters und einem hellen Frottee-Handtuch. 

Polizei Hessen/Staatsanwaltschaft Hessen
In diese Verpackungsmaterialien war "Sabrina" eingewickelt

Auch nach über 22 Jahren wollen Staatsanwaltschaft und Polizei nichts unversucht lassen, um Klarheit in den "Fall Sabrina" zu bringen und die Mutter des getöteten Kindes ausfindig zu machen. Denn bis heute ist es nicht gelungen, die genauen Umstände des Todes beziehungsweise. der Leichenablage sowie die Identität des Kindes  zweifelsfrei zu klären.

Polizei Hessen/Staatsanwaltschaft Hessen
Originalaufnahme aus 1999: Übersichtsaufnahme des Fundorts

600 Frauen zwischen 13 und 30 sollen eine DNA-Probe abgeben

"Helfen Sie uns, die Mutter von „Sabrina“ zu finden", schreibt die Polizei Hessen in einem öffentlichen Aufruf. Dabei soll auch eine von Seiten der Staatsanwaltschaft und der Polizei initiierte DNA-Reihenuntersuchung beitragen.

Im Laufe der kommenden Wochen werden insgesamt etwa 600 Frauen, die zum Zeitpunkt des Leichenfundes zwischen 13 und 30 Jahren alt und damals im Raum Büdingen wohnhaft waren, zur Abgabe einer freiwilligen Speichelprobe gebeten. 


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