Surfer, Sonnenanbeter und Sportler Trotz strenger Regeln: Strände in Australien noch immer voll

Von dpa

Wellenreiter zieht es noch immer an den Strand. Foto: imago images/AAPWellenreiter zieht es noch immer an den Strand. Foto: imago images/AAP
DAVE HUNT via www.imago-images.de

Brisbane. Die Auflagen und Warnungen der australischen Regierung scheinen nur wenig Gehör zu finden. Noch immer sind die Strände voll.

In der Corona-Krise sind Hostels in Australien voller gestrandeter Rucksackreisender aus aller Welt – und viele halten sich zum Ärger der Polizei und der Bewohner nicht an die Auflagen. Entsprechende Probleme gab es am Bondi Beach in Sydney und in der Gold-Coast-Region, wie die australische Nachrichtenagentur AAP am Freitag berichtete. Wie in vielen Ländern soll man derzeit auch in Australien grundsätzlich zu Hause bleiben, es sind draußen keine Gruppen mit mehr als zwei Leuten erlaubt.

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Australien hat seine Grenzen dicht gemacht, viele internationale Flugverbindungen sind ausgefallen. Deswegen haben es Reisende schwer, nach Hause zu kommen – und in den Hostels müssen sie die Zeit in Gemeinschaftsräumen und in Schlafsälen verbringen, also auf engem Raum.

"Ich will keine Strafe zahlen, weil ich hier bin, aber welche Wahl habe ich? Wir können nirgendwo anders hingehen", sagte Eduardo Galdames (30) aus Chile. Er ist derzeit in einem beliebten Hostel in Brisbane, wo 50 Leute versuchen, sich eine Küche zu teilen.

Virus nicht in ländliche Gegenden schleppen

"Mir sind schon zwei Flüge gestrichen worden. Meine Regierung hat einen Flug organisiert, aber es gab nur Plätze für Familiengruppen", sagte der Deutsche Elias Quo (19) laut AAP. "Ich möchte einfach nach Hause zu meiner Familie." Nun hofft er auf eine Verbindung mit Qatar Airways nächste Woche.

Regierungschef Scott Morrison sagte, Besucher und Reisende, die zur Arbeit im Land sind, sollten an einen Rückflug denken. Backpacker, die länger bleiben und arbeiten wollten, müssen sich nach Angaben von Morrison erst zwei Wochen isolieren, bevor sie aufs Land reisen. Es sei wichtig, dass ländliche Gegenden nicht das Coronavirus aus den Städten bekämen. Es gehe auch nicht an, dass sechs Rucksackreisende sich einen Wohnwagen teilen, meinte Morrison mit Blick auf die Gepflogenheiten zu normalen Zeiten.


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