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Medienbericht Seehofer will Angehörige der Opfer von Halle und Hanau treffen

Von afp

Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) will Angehörige von opfern von Hanau und Halle treffen. Foto: imago images/Jürgen HeinrichBundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) will Angehörige von opfern von Hanau und Halle treffen. Foto: imago images/Jürgen Heinrich
JÒ¼rgen Heinrich via www.imago-images.de

Hanau/Halle. Nach den Anschlägen in Halle und Hanau kündigt Bundesinnenminister ein Treffen mit den Angehörigen der Opfer an.

Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) will sich bald mit Angehörigen von Opfern der Anschläge von Hanau und Halle treffen. Das berichten die Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Samstagsausgaben). Zudem plane Seehofer die Einrichtung eines Unabhängigen Expertenkreises Islamfeindlichkeit. Seehofer wolle am Montag dazu den Dialog mit Vertretern der Migrantenorganisationen suchen.

Kampf gegen Islamfeindlichkeit

Der Expertenkreis ist dem Funke-Bericht zufolge auf mehrere Jahre angelegt. Er soll Erscheinungsformen von Muslim- und Islamfeindlichkeit analysieren, mit antisemitischen Haltungen vergleichen und am Ende der Bundesregierung Empfehlungen für den Kampf gegen antimuslimischen Hass und islamfeindliche Ausgrenzung abgeben.

Am Mittwoch vergangener Woche hatte der 43-jährige Tobias R. im hessischen Hanau neun Menschen mit ausländischen Wurzeln aus rassistischen Gründen getötet, später wurden er und seine 72-jährige Mutter zu Hause tot aufgefunden.

In Halle starben zwei Menschen

Am 9. Oktober 2019 hatte der mutmaßliche Attentäter Stephan B. während der Feierlichkeiten zum jüdischen Feiertag Jom Kippur versucht, bewaffnet in die Synagoge von Halle einzudringen. Nachdem ihm dies nicht gelang, erschoss er den Ermittlungen zufolge auf offener Straße zwei Menschen und verletzte zwei weitere schwer.

Beide Taten lösten bundesweit Entsetzen aus und wurden vielfach in eine Reihe mit den Morden des rechtsextremen NSU gestellt.


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