Umfrage Mehrheit sieht Mitschuld der AfD an rechtsextremer Gewalt

Von dpa

Teilnehmer einer Demonstration halten ein Banner mit der Aufschrift "AFD hat mitgeschossen" in die Höhe. Foto: dpa/Nicolas ArmerTeilnehmer einer Demonstration halten ein Banner mit der Aufschrift "AFD hat mitgeschossen" in die Höhe. Foto: dpa/Nicolas Armer
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Berlin. Politiker sehen eine Mitverantwortung der AfD für die rassistisch motivierte Tat in Hanau. Dieser Ansicht schließen sich viele wahlberechtigte Deutsche an.

Fast zwei Drittel der wahlberechtigten Deutschen schreiben der AfD einer Umfrage zufolge eine Mitverantwortung an rechtsextremer Gewalt zu. Wie aus einer am Donnerstag veröffentlichten Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Civey für das Nachrichtenportal t-online.de hervorgeht, stimmten 64,4 Prozent der Befragten der Aussage zu, dass die AfD eine Mitschuld an rechtsextremer Gewalt hierzulande trage. 29,3 Prozent lehnten die Aussage ab, 6,3 Prozent blieben unentschieden.

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AfD weist Mitschuld von sich

Ein Deutscher hatte am Mittwoch vergangener Woche in Hanau innerhalb von rund zwölf Minuten neun Menschen getötet. Er suchte offensichtlich gezielt Menschen mit ausländischen Wurzeln als Opfer aus. Innenminister Horst Seehofer (CSU) hatte gesagt, nach dem Mordfall Lübcke in Kassel und dem Anschlag auf eine Synagoge in Halle sei dies der "dritte rechtsterroristische Anschlag in wenigen Monaten". Politiker anderer Parteien werfen der AfD vor, den Boden zu bereiten für die Gewalttaten von Rassisten und Antisemiten. Die Partei weist das von sich.


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