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Verletzte bei Rosenmontagsumzug Volkmarsen: Ermittler suchen nach Motiv des Tatverdächtigen

Nachdem ein Mann in Volkmarsen in einen Fastnachtsumzug gefahren ist, melden sich immer mehr Opfer bei der Polizei. Foto: AFP/INA FASSBENDERNachdem ein Mann in Volkmarsen in einen Fastnachtsumzug gefahren ist, melden sich immer mehr Opfer bei der Polizei. Foto: AFP/INA FASSBENDER
AFP/INA FASSBENDER

Volkmarsen. Ein Autofahrer ist am Montagnachmittag in eine Zuschauermenge beim Fastnachtsumzug in Volkmarsen gefahren. Nach Polizeiangaben wurden 61 Menschen verletzt, darunter 20 Kinder. Der 29-jährige Fahrer wurde festgenommen. Offen ist die Frage: Was war sein Motiv?

Auf der Suche nach dem Motiv des Mannes, der beim Rosenmontagszug im nordhessischen Volkmarsen absichtlich in eine Menschenmenge gefahren sein soll, untersuchen die Ermittler Umfeld und Vorleben. "Wir fokussieren uns auf Motiv und Auslöser der Tat", sagte ein Sprecher der Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt. "Es ist ein Stück weit ein Puzzle."

Auch Datenträger würden ausgewertet. "Wenn harte Fakten auf dem Tisch liegen, werden wir uns äußern", hieß es am Mittwoch. Zwischenstände zu einzelnen Ermittlungsabschnitten solle es aber nicht geben – auch weil neue Erkenntnisse immer die Bewertung ändern könnten. Ermittelt wird in alle Richtungen – dabei schließe man auch einen politischen Hintergrund nicht aus.


Zuvor hatte die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" berichtet, dass die Ermittler derzeit von einer Art Amokfahrt ausgehen. Der 29-jährige Deutsche aus Volkmarsen war demnach am Rosenmontag absichtlich in eine Menschenmenge gefahren. Mehr als 60 Menschen wurden verletzt, darunter auch 20 Kinder.

Tatverdächtiger in U-Haft

Man werfe dem mutmaßlichen Täter vor, "dass er sein Fahrzeug bewusst in die Menschenmenge steuerte, um Menschen zu töten und schwer zu verletzen", sagte der Sprecher der Generalstaatsanwaltschaft. Man gehe "von versuchtem Mord, gefährlicher Körperverletzung und einem gefährlichen Eingriff in den Straßenverkehr aus".

Ein Richter hatte gegen den Tatverdächtigen am Dienstagabend Haftbefehl wegen versuchten Mordes erlassen. Der Mann war zunächst nicht vernehmungsfähig gewesen. Zu seinem Gesundheitszustand machten die Ermittler keine weiteren Angaben.

Die Straße wurde im Laufe des Tages nach der folgenschweren Fahrt des 29-Jährigen freigegeben. Foto: AFP/INA FASSBENDER

Auch am Mittwoch konnten sich Betroffene noch an ein Informationszentrum der Polizei im Rathaus der Kleinstadt Volkmarsen wenden. Von diesem Donnerstag an werde eine Anlauf- und Betreuungsstelle für Opfer und Zeugen bei der Polizeistation in Bad Arolsen eingerichtet, teilte die Polizei mit. Außerdem sei weiterhin ein Callcenter für Fragen und Hinweise aus der Bevölkerung eingerichtet. Die Opferschutzorganisation Weißer Ring sagte Unterstützung zu. Man helfe auch mittel- und langfristig, etwa bei Behördengängen oder beim Beantragen von Entschädigungen.


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