Video des Treffens wird Internet-Hit Fernsehsender vereint Mutter über virtuelle Realität mit toter Tochter

Von afp

Eine Mutter hat sich vier Jahre nach dem Tod ihrer Tochter wieder mit ihrem Kind getroffen – in der virtuellen Realität. Symbolfoto: dpa/Friso GentschEine Mutter hat sich vier Jahre nach dem Tod ihrer Tochter wieder mit ihrem Kind getroffen – in der virtuellen Realität. Symbolfoto: dpa/Friso Gentsch 

Seoul. Tränen garantiert: Eine Mutter konnte ihre tote Tochter wiedertreffen – in der virtuellen Realität.

Ein südkoreanischer Fernsehsender hat eine Mutter über virtuelle Realität (VR) mit ihrer toten Tochter "vereint". Ein neunminütiger Ausschnitt aus der berührenden Dokumentation "Ich traf Dich" wurde zum Internet-Hit.


Das Treffen löste eine heftige Debatte aus. Während viele Nutzer ihr Mitgefühl für die Mutter ausdrückten und das Konzept der Sendung unterstützten, warfen andere den Machern Ausbeutung des Leids der Familie vor.

"Ich habe Dich so vermisst"

Na Yeon war 2016 im Alter von sechs Jahren an Leukämie gestorben. Als virtuelle Figur taucht sie nun wieder auf. "Mama, wo bist Du gewesen?", fragt sie ihre Mutter. "Ich habe Dich so vermisst – Du mich auch?"

Ihre Mutter antwortet "Ich habe Dich vermisst, Na Yeon" und streckt tränenüberströmt ihre Hände aus, um ihrer Tochter übers Haar zu streichen. Doch statt ihre Tochter zu berühren, steht Jang Ji Sung mit einem VR-Headset auf dem Kopf und berührungsintensiven Handschuhen vor einer grünen Studio-Leinwand.

Die Aufnahmen von der Mutter und ihrer virtuellen Tochter wurden auf Youtube innerhalb einer Woche mehr als 13 Millionen Mal angeschaut und heftig diskutiert. Um Na Yeon virtuell zu erschaffen, brauchten die Macher nach eigenen Angaben acht Monate.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN