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Analyse eines Kartierungsspezialisten Hamburg erneut deutsche Stau-Hauptstadt

Von dpa

Kein Bild mit Seltenheitswert: Stau auf der Autobahn A1 in Hamburg. Foto: imago images / NikitaKein Bild mit Seltenheitswert: Stau auf der Autobahn A1 in Hamburg. Foto: imago images / Nikita
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Hamburg/München. Laut einer Studie verlieren Pendler in Hamburg auf den Straßen jährlich 131 Stunden an Zeit. Eine weitere norddeutsche Stadt ist unter den Top Ten.

Hamburg ist erneut deutsche Stau-Hauptstadt. Laut einer am Mittwoch in München vorgestellten Analyse der Verkehrsmuster durch den Kartierungsspezialisten TomTom folgen auf den Plätzen Berlin, Wiesbaden, München, Nürnberg und Stuttgart. Bonn, Kassel, Bremen und Frankfurt am Main vervollständigen die Top-10-Liste der Städte in Deutschland, in denen Autofahrer die meiste Zeit durch Verkehrsbehinderungen verlieren. Schleswig-Holsteins Landeshauptstadt Kiel rangiert auf Rang zwölf.

Die Zunahme des Verkehrs stehe im Zusammenhang mit der wachsenden Einwohnerzahl in den Ballungszentren. Für den "TomTom Traffic Index" für das Jahr 2019 wurden die Daten von Smartphones und fest verbauten Navigationssystemen für 416 Städte weltweit ausgewertet. Die berechnete Prozentzahl - im Falle Hamburgs 34 Prozent (plus ein Prozentpunkt) - zeigt, wie viel länger eine Fahrt als Folge des Staus dauert.

In Bremen hat sich die Stauzeit reduziert

Besonders stark mit plus 8 Prozentpunkten stieg der Stauwert in Wiesbaden. Bremen gehörte mit minus 3 Prozentpunkten zu den wenigen deutschen Städten, in denen der Verkehr 2019 etwas flüssiger lief als im Vorjahr.

Auffällig bei der Betrachtung der Verkehrsmuster seien die ausgeprägten Stauspitzen am Morgen und am Abend, die ein erkennbares Pendlerverhalten belegen, erläuterte TomTom. "Viele Pendler wählen trotz zahlreicher alternativer Verkehrsangebote weiterhin das Auto, um in die Arbeit zu gelangen." Die Notwendigkeit einer Verkehrswende sei in der Gesellschaft zwar bewusst, jedoch fehle nach wie vor die notwendige Konsequenz, diese auch umzusetzen.

Hamburg: Höchstes Verkehrsaufkommen am Donnerstagnachmittag

Auch beim Spitzenreiter Hamburg war die Verkehrsbelastung während der morgendlichen und abendlichen Rush Hour besonders hoch: Das Stau-Niveau lag morgens im Durchschnitt bei 54 Prozent, abends bei 61 Prozent. Diese Zahlen bedeuten, dass Autofahrer für eine Fahrt, die ohne Verkehrsbehinderungen 30 Minuten dauert, morgens 46 Minuten und abends 48 Minuten benötigten. Pendler im Raum Hamburg mussten am Donnerstagabend zwischen 16.00 und 17.00 Uhr mit den längsten Verzögerungen rechnen, in diesem Zeitraum hat TomTom dort das höchste Verkehrsaufkommen verzeichnet.

Der Tag mit der höchsten gemessenen Verkehrsbelastung in Hamburg war Mittwoch, 30. Oktober 2019, mit einem Stau-Niveau von 56 Prozent im Tagesdurchschnitt. Ursache für die hohe Verkehrsbelastung an diesem Mittwoch war das bevorstehende lange Wochenende mit Feiertagen am 31. Oktober und 01. November. Aufgrund des Reiseverkehrs und der vielen Baustellen auf den Autobahnen A1, A31 und A280 kam es nachmittags und abends zu zahlreichen Staus und Verzögerungen.

International indische Statdt Bangalore auf Rang eins

Im internationalen Vergleich stehen die Autofahrer in Deutschland aber nicht besonders lange im Stau. Für Bangalore in Indien berechnete TomTom einen Wert von 98 Prozent für die morgendliche Rush Hour, abends war dort der Wert mit 115 Prozent noch schlechter. Auf dem europäischen Kontinent ist die Verkehrsbelastung in Moskau (59 Prozent) am schlimmsten, gefolgt von Istanbul, Kiew und Bukarest.


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