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"Keinerlei Bezug" zum Opfer Messerangriff auf Polizist in München – Tatverdächtiger in Psychiatrie

Von dpa

Am Münchner Hauptbahnhof gab es einen Angriff auf einen Polizisten. Symbolfoto: dpa/Sven HoppeAm Münchner Hauptbahnhof gab es einen Angriff auf einen Polizisten. Symbolfoto: dpa/Sven Hoppe
(Symbolbild) dpa/Sven Hoppe

München. Bei einem Messerangriff am Münchner Hauptbahnhof ist ein 30-jähriger Polizist schwer verletzt worden. Der Tatverdächtige kommt in ein psychiatrisches Krankenhaus.

Nach dem Messerangriff auf einen Polizisten in München ist der Tatverdächtige in einer geschlossenen Psychiatrie untergebracht worden. Das sagte Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) am Dienstag nach einer Kabinettssitzung in München. Der Mann habe schon in der Vergangenheit psychische Probleme gehabt. Zwischen ihm und dem Polizisten gebe es "keinerlei Bezug". 

Angriff während Personenkontrolle 

Der 23-Jährige hatte den Polizisten am Montag am Münchner Hauptbahnhof während einer Personenkontrolle unvermittelt von hinten mit einem Messer angegriffen und schwer verletzt. 

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Zwar sei er standardmäßig mit einer Schutzweste bekleidet gewesen, die könne aber nicht jeden Bereich abdecken. Auch seien die Beamten gegen einen derart unerwarteten Angriff "völlig chancenlos", sagte Martins. Die Beamten waren zu zweit unterwegs.

Polizeipräsident Hubertus Andrä sprach von einem "feigen, brutalen und hinterhältigen" Angriff. "Leider werden immer wieder Polizeibeamte und Rettungskräfte beleidigt, bedroht und angegriffen. Der Rechtsstaat muss daher mit aller Härte und Konsequenz nicht nur auf die Taten, sondern bereits auch auf Bedrohungen reagieren."

Schwere Verletzung

Herrmann berichtete nun, es sei eine sehr schwere Verletzung, die bis in den Bereich des Rückenmarks reiche und erhebliche Schädigungen befürchten lasse. Er hoffe und bete, dass der Beamte möglichst bald wieder zu Kräften komme und dann auch wieder seinen Beruf ausüben könne. Sicher sei das aber noch nicht, sagte Herrmann. Die medizinische Behandlung sei aber auf einem guten Weg. 

Nach Angaben der Staatsanwaltschaft handelt es sich bei der Tatwaffe um ein Haushaltsmesser von ungefähr zehn Zentimetern Klingenlänge. Das Messer sei im Körper des Polizisten abgebrochen und in einer komplizierten Operation entfernt worden.

Polizei-Sprecher: "Unbändige Welle der Solidarität"

Der Pressesprecher der Polizei München, Marcus da Gloria Martins, bedankte sich am Dienstag für die "unbändige Welle der Solidarität", die die Polizei nach dem Vorfall in den sozialen Medien erfahren habe. "Gleichwohl sind in den sozialen Netzwerken aber auch wieder die geistigen Brandstifter unterwegs, die diese unsinnige Frage nach Nationalitäten stellen", sagte Martins weiter. 

Nachdem eine Twitter-Nutzerin schrieb: "Bislang gibt es nur die Herkunftsangabe 'Deutscher', aber keinen Vornamen? Weiß die @PolizeiMuenchen Näheres?", antworteten die Beamten:

In diesem Zusammenhang hob Martins das kooperative Verhalten des 24-jährigen Eriträers hervor, der während des Angriffs kontrolliert wurde. Er habe sich aktiv am Festhalten des Tatverdächtigen beteiligt und sich auch im Rahmen des Zeugenaufrufs gemeldet, teilte der Pressesprecher mit.


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