Berliner Landgericht Youtuber soll mehrere Mädchen missbraucht haben – Prozess gestartet

Von dpa

Der Eingang des Kriminalgerichts Moabit. Hier beginnt der Prozess gegen einen Youtuber, der mehrere jugendliche Mädchen sexuell missbraucht haben soll. Foto: dpa/Fabian SommerDer Eingang des Kriminalgerichts Moabit. Hier beginnt der Prozess gegen einen Youtuber, der mehrere jugendliche Mädchen sexuell missbraucht haben soll. Foto: dpa/Fabian Sommer
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Berlin. Unter dem Vorwand, ein Video für seine Social-Media-Kanäle drehen zu wollen, soll der 25-Jährige mehrere Mädchen zu entlegenen Parkplätzen gelockt und dort missbraucht haben. Für die Verhandlung wurde die Öffentlichkeit ausgeschlossen.

Ein Youtuber aus Berlin, der drei minderjährige Mädchen sexuell missbraucht haben soll, steht seit Mittwoch vor dem Landgericht der Hauptstadt. Die zuständige Jugendstrafkammer schloss noch vor Verlesung der Anklage die Öffentlichkeit aus. Es gehe um den Schutz der Privatsphäre der jugendlichen Geschädigten, begründete das Gericht den Schritt. Dem 25-jährigen Angeklagten werden sexuelle Nötigung, Vergewaltigung, sexueller Missbrauch von Kindern, Freiheitsberaubung und Körperverletzung zur Last gelegt.

Mann lockte Mädchen mit einem Video-Dreh

Der Mann soll drei damals 13, 14 und 16 Jahre alte Mädchen jeweils unter dem Vorwand, mit ihnen ein Video für einen seiner Social-Media-Kanäle drehen zu wollen, in sein Auto gelockt haben. Ermittlungen zufolge ist er mit ihnen zu entlegenen Parkplätzen in Schleswig-Holstein und Nordrhein-Westfalen gefahren, wo er die Teenager missbraucht habe. Fünf mutmaßliche Taten in der Zeit von Februar bis Juni 2019 werden dem 25-Jährigen zur Last gelegt.

Seit Mitte August in U-Haft

Der Angeklagte war im Juni 2019 festgenommen worden. Unter der Auflage, sich aus den sozialen Medien fernzuhalten, kam er nach Angaben des Gerichts einen Monat später wieder frei. Weil er gegen die Auflage verstoßen habe, sei der Haftverschonungsbeschluss aufgehoben worden. Seit Mitte August sitzt der Mann wieder in Untersuchungshaft. Für den Prozess sind acht Tage vorgesehen.


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