Nach Einbruch ins Grüne Gewölbe Monet und van Gogh: Das waren die spektakulärsten Kunstraube

Von dpa

Die 100 Kilo schwere Goldmünze "Big Maple Leaf" ist noch immer verschwunden. Das Bild von Claude Monet aus der Bührle-Sammlung hingegen ist wieder aufgetaucht. Foto: dpa/Marcel Mettelsiefen/STAPO_ZUERICH/BUEHRLE_COLLECTIONDie 100 Kilo schwere Goldmünze "Big Maple Leaf" ist noch immer verschwunden. Das Bild von Claude Monet aus der Bührle-Sammlung hingegen ist wieder aufgetaucht. Foto: dpa/Marcel Mettelsiefen/STAPO_ZUERICH/BUEHRLE_COLLECTION

Dresden. Auch in der Vergangenheit ist es Einbrechern immer wieder gelungen, sich Zugang in hochgesicherte Museen zu verschaffen und Kunst in Millionenhöhe zu stehlen.

Der Einbruch ins Dresdener Grüne Gewölbe reiht sich ein in eine Liste spektakulärer Diebstähle aus Museen:

Berlin, März 2017: Aus dem Bode-Museum auf der Museumsinsel stehlen Einbrecher eine 100 Kilogramm schwere Goldmünze im Wert von 3,75 Millionen Euro. Seit Januar 2019 stehen mehrere Männer vor Gericht. Die Polizei nimmt an, dass die Münze eingeschmolzen wurde.

Die 100 Kilogramm schwere Goldmünze "Big Maple Leaf" wurde vermutlich eingeschmolzen. Foto: dpa/Marcel Mettelsiefen

Verona, November 2015: Bewaffnete rauben aus dem Museum Castelvecchio 17 Renaissance- und Barockgemälde im Wert von geschätzt etwa 15 Millionen Euro. Die Bilder etwa von Tintoretto und Peter Paul Rubens tauchen wieder auf. Die Täter müssen bis zu rund 10 Jahre in Haft.

Foto: Chigi Palace / Handout

Zürich, Februar 2008: Bewaffnete Männer rauben vier Ölgemälde im Wert von 180 Millionen Schweizer Franken aus der Sammlung Bührle, darunter Werke von Claude Monet und Vincent van Gogh. Vier Jahr später sind alle Bilder wieder da. Die Täter kommen bis zu sieben Jahre in Haft.

Unter anderem das Gemälde"Mohnfeld bei Vétheuil" von Claude Monet wurde gestohlen. Foto: dpa/epa Keystone Stapo Zuerich/...

Oslo, August 2004: Bewaffnete überfallen das Munch-Museum und rauben eine Version des Gemäldes "Der Schrei" und das Werk "Madonna". Schätzwert: insgesamt 90 Millionen Euro. Beide Gemälde tauchen wieder auf, die Diebe müssen für mehrere Jahre ins Gefängnis.

Foto: dpa/Db Munch-Museum
Berlin, April 2002: Neun Gemälde bekannter Expressionisten im Wert von rund 3,6 Millionen Euro verschwinden aus dem Brücke-Museum. Wenige Wochen später werden die Bilder von Künstlern wie Emil Nolde oder Max Pechstein sichergestellt. Die Täter wurden zu Gefängnisstrafen von bis zu fünfeinhalb Jahren verurteilt.Es handelt sich in der oberen Reihe von links um "Bildnis Otto Müller" (1930), "Tübingen" (1920) "Roquarirol" (1917) und in der unteren Reihe von links um "Irrer Soldat" (1936), "Nordsee" (1916) und "Römisches Stilleben" (1909). Foto: dpa/Polizei

Frankfurt, Juli 1994: Diebe überwältigen nachts den Sicherheitsdienst der Kunsthalle Schirn und stehlen drei Bilder von William Turner und Caspar David Friedrich. Versicherungswert: 70 Millionen D-Mark. Jahre später tauchen die Bilder wieder auf. Die Täter kommen bis zu elf Jahre in Haft, die Hintermänner bleiben unbekannt.

Die Gemälde "Schatten und Dunkelheit" (r) und "Licht und Farbe" des englischen Malers William Turner (1775-1851) wurden gestohlen. Foto: dpa/Kunsthalle Schirn

Gotha, Dezember 1979: Bei einem bis heute unaufgeklärten Kunstraub werden aus Schloss Friedenstein fünf Gemälde mit einem damaligen Wert von 4,5 Millionen D-Mark gestohlen – etwa von Jan Brueghel dem Älteren und Hans Holbein. Die Straftat ist mittlerweile verjährt.

Blick auf das Schloss Friedenstein in Gotha. Foto: dpa/Bodo Schackow/ZB


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