Doppelmoral Johannes Oerding wäre beim Klimaschutz gern konsequenter

Von dpa

Johannes Oerding weiß, dass in Sachen Klimaschutz noch einiges passieren muss. Foto: Jens Kalaene/zb/dpaJohannes Oerding weiß, dass in Sachen Klimaschutz noch einiges passieren muss. Foto: Jens Kalaene/zb/dpa

Berlin. Der Musiker zeigt sich politischer als zuvor. In wenigen Tagen erscheint sein neues Album.

Der Musiker Johannes Oerding („Kreise“) wäre beim Klimaschutz im Alltag gern konsequenter. „Ich will mich bemühen - und hab mir heute Morgen doch wieder einen Starbucks-Becher geholt, werde diese Woche mit dem SUV durch Deutschland fahren“, sagte der 37-Jährige der Deutschen Presse-Agentur.

„Viele Dinge versuche ich richtig und gut zu machen, aber es bleibt hier und da Doppelmoral.“ Oerding warb dafür, dass Deutschland beim Klimaschutz international Vorreiter sein müsse. „Wir sollten nicht nur machen, was andere tun. Lasst es uns doch besser machen“, forderte er. „Wir können das, und wir können es uns leisten.“

Oerding hat sich in diesem Jahr vor allem durch seine Teilnahme an der Fernsehsendung „Sing meinen Song“ Aufmerksamkeit erobert. Am Freitag erscheint sein neues Album „Konturen“, mit dem er mehr als zuvor politisch klare Kante zeigt. „Ich denke, dass wir als Künstler die Aufgabe haben, die Menschen anzupiksen, zum Nachdenken zu bringen und unsere Reichweite für die hoffentlich richtige Sache zu nutzen“, erläuterte er.

Wenn er bei Konzerten etwas gegen die AfD sage, gebe es schon mal Beschwerden. „Aber das müssen die Leute dann einfach aushalten“, sagte Oerding. „Ich muss ja schließlich auch 23 Prozent für die AfD in Thüringen ertragen.“


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