Notevakuierungen in Kalifornien Buschfeuer in Los Angeles: Stars müssen ihre Villen verlassen

Löscharbeiten im Nobelviertel Brentwood. Foto: AFP/Apu GomesLöscharbeiten im Nobelviertel Brentwood. Foto: AFP/Apu Gomes

San Francisco. Waldbrände im Norden und im Süden Kaliforniens treiben Menschen in die Flucht. Flammen nahe Los Angeles bedrohen Promi-Viertel. Auch Schauspieler Arnold Schwarzenegger musste sein Haus räumen.

Die seit Tagen wütenden Feuer in Kalifornien richten weiter Schäden an und treiben Menschen aus ihren Häusern. Im Westen von Los Angeles mussten am frühen Montagmorgen Wohngebiete schnell geräumt werden, auch Prominente waren betroffen.

Der Action-Star und ehemalige kalifornische Gouverneur Arnold Schwarzenegger musste eigenen Angaben zufolge sein Haus in Brentwood verlassen. Befolgt die Evakuierungsanordnungen, mahnte der Schauspieler auf Twitter. Er dankte den "besten Feuerwehrleuten in der Welt". Sie seien die wahren Action-Helden. In Anspielung auf Schwarzeneggers berühmten Filmsatz kommentierte einer: "You'll be back!" (Du kommst wieder).

Auch Basketballstar LeBron James musste wegen der Flammen seine Villa im eleganten Vorort Brentwood verlassen. "Mann, diese Brände in Los Angeles sind kein Spaß", schrieb der Superstar der Los Angeles Lakers. "Wir mussten mein Haus not-evakuieren und ich fahre jetzt mit meiner Familie herum und suche Zimmer. Bislang haben wir kein Glück." Später schrieb James, er habe eine Bleibe gefunden.

Auch Regisseur David O. Russell ("SIlver Linings") und Serienschöpfer Kurt Sutter ("Sons of Anarchy") teilten mit, sie mussten ihre Häuser verlassen.

Eine Reporterin der "LA Times" berichtet, sie habe im Luxusviertel mehrere Haushälterinnen und Gärtner angetroffen, deren Arbeitgeber ihnen nicht mitgeteilt hätten, dass sie angesichts der sich nähernden Flammen daheim bleiben können. Sie seien aus Furcht, entlassen zu werden, zur Arbeit in der Evakuierungszone erschienen.

"Getty Fire" hüllt Los Angeles in schwarzen Rauch

Das sogenannte Getty Fire war in der Nacht auf Montag nahe des weltberühmten Getty Center ausgebrochen. 

Rund 1100 Feuerwehrleute waren im Einsatz, um die Flammen einzudämmen, die rund 10.000 Gebäude bedrohten – darunter eine Reihe von Luxusvillen. Das Getty-Museum erklärte, die Kunstwerke im Inneren des Gebäudes seien in Sicherheit.


Los Angeles wurde von einer Rauchwolke verhüllt. Foto: AFP/ Apu Gomes


Zeitweise musste eine viel befahrene Autobahn gesperrt werden. Mehr als 600 Feuerwehrleuten sei es aber gelungen, ein weiteres Ausbreiten der Flammen zu verhindern, teilte der Bürgermeister von Los Angeles, Eric Garcetti, am Montagnachmittag (Ortszeit) mit. Nach ersten Schätzungen wurden acht Häuser zerstört.

Vom "Palisades Fire" machten Feuerwehrkräfte in Los Angeles folgende spektakuläre Luftaufnahmen:

Am größten ist derzeit das "Kincade"-Feuer im Sonoma County, einer Weinbauregion rund 120 Kilometer nördlich von San Francisco. Die Flammen breiteten sich dort auf einer Fläche von mehr als 250 Quadratkilometern aus. Fast 100 Gebäude brannten ab, darunter Wohnhäuser und auch einige Weingüter. Mehr als 4000 Helfer waren am Montag im Einsatz. Berichte über Verletzte oder Tote durch die Brände gab es zunächst aber nicht.

Rund 185.000 Menschen waren in Nordkalifornien aufgerufen, ihre Häuser zeitweise zu verlassen. Am Montag gab die Feuerwehr für einige Anwohner grünes Licht, in ihre Ortschaften zurückzukehren. Abflauende Winde halfen den Einsatzteams, das Feuer an einigen Stellen unter Kontrolle zu bringen. Der Nationale Wetterdienst warnte allerdings vor weiteren Starkwinden bei gleichzeitig niedriger Luftfeuchtigkeit, die am Dienstag wieder einsetzen könnten.


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