Neue Figur "Karli" "Meine Mama nimmt Drogen": Sesamstraße macht Sucht zum Thema

Puppenspieler der Sesamstraße – hier ein Archivbild von 1976. Foto: dpaPuppenspieler der Sesamstraße – hier ein Archivbild von 1976. Foto: dpa 

Washington D.C.. Immer wieder werden in der US-Ausgabe der "Sesamstraße" Kinder mit Themen aus der Erwachsenenwelt konfrontiert. Nun gibt es eine Figur, die eine drogensüchtige Mutter hat.

Fast sechs Millionen Kinder unter elf Jahren in den USA haben süchtige Eltern – für eine Non-Profit-Organisation der Sesamstraße dort Grund genug, das zu thematisieren. Kindgerecht versteht sich. Und so wurde die Figur "Karli" erfunden, eine sechseinhalb Jahre alte Puppe mit gelben Haaren. Deren Mutter befindet wegen Drogenproblemen in einer Entzugsklinik. "Karli" muss deswegen in einer Pflegefamilie leben. "Sesame Street in Communities" hat dafür auf seiner Website verschiedene Clips online gestellt, die Kindern helfen sollen, die Sucht zu verstehen:


"Sesame Workshop"-Content Manager Kama Eichhorn: "Es gibt da draußen nichts anderes, das den Missbrauch von Drogen für ganz, ganz kleine Kinder verständlich macht." Bereits in der Vergangenheit wurden Themen wie Obdachlosigkeit, Gefängnisstrafen, Alkoholismus, Armut, Krankheit und Tod behandelt.


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