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Fahrlässige Tötung Schwangere Tote nach Glukosetest: Ermittlungen gegen Apotheken-Mitarbeiter

Von dpa

Nach zwei Todesfällen durch eine vergiftete Arznei haben die Behörden die sofortige Schließung von drei Apotheken in Köln angeordnet. Foto: dpa/Oliver BergNach zwei Todesfällen durch eine vergiftete Arznei haben die Behörden die sofortige Schließung von drei Apotheken in Köln angeordnet. Foto: dpa/Oliver Berg

Köln/Düsseldorf. Wegen fahrlässiger Tötung wird gegen zwei Mitarbeiter der betroffenen Apotheke in Köln ermittelt. Eine schwangere Frau starb nach der Einnahme des Routine-Tests.

Drei Wochen nach Bekanntwerden des tödlichen Glukosefalls von Köln ermittelt die Staatsanwaltschaft wegen des Anfangsverdachts auf fahrlässige Tötung gegen zwei Apothekenbeschäftigte. Die Beschuldigten hätten "in sehr umfangreichen Vernehmungen Angaben zu ihrer Tätigkeit und den Organisationsabläufen" in der betroffenen Apotheke gemacht, teilte der Kölner Oberstaatsanwalt Ulrich Bremer am Freitag mit. Demnach könnte es in der Apotheke eine Verwechslung gegeben haben.

Eine schwangere 28-jährige Kölnerin war am 19. September gestorben, nachdem sie eine mit Gift versetzte Glukoselösung aus der Apotheke eingenommen hatte. Einen Tag später starb auch das Baby der Frau, das Ärzte noch per Notkaiserschnitt auf die Welt geholt hatten.

Laut Staatsanwaltschaft könnte die Verunreinigung des Glukosepulvers mit dem toxischen Stoff Lidocainhydrochlorid auf eine Verwechselung von Gefäßen in der Apotheke zurückzuführen sein. Das Lidocainhydrochlorid habe sich in der Apotheke in einem Gefäß befunden, "das in Größe, Gestalt, Farbgebung und Herstellerbezeichnung jenem Glukosegefäß entspricht, in das die toxische Substanz eingebracht worden ist", erklärte Bremer.

Dies lege die Annahme nahe, "dass die Verunreinigung des Glukosepulvers eher auf eine Verwechselung der Gefäße als auf ein vorsätzliches Handeln zurückzuführen ist". Daher seinen nun zeitnah weitere Vernehmungen und Spurenuntersuchungen geplant.


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