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Anschlag in Halle Vater des mutmaßlichen Attentäters: "Er war mit sich selbst nicht im Reinen"

Von dpa

Absperrband der Polizei in Halle. Bei den Schüssen sind zwei Menschen getötet worden. Foto: dpa/Swen PförtnerAbsperrband der Polizei in Halle. Bei den Schüssen sind zwei Menschen getötet worden. Foto: dpa/Swen Pförtner 

Halle. Als Eigenbrötler beschreibt der Vater des mutmaßlichen Täters seinen Sohn und spricht gegenüber der "Bild-Zeitung von ständigen Streitereien.

Der mutmaßliche Täter von Halle/Saale soll nach den Worten seines Vaters ein Eigenbrötler gewesen sein, der häufig vor dem Computer saß. Die "Bild"-Zeitung zitierte den Vater mit den Worten: "Er war weder mit sich noch mit der Welt im Reinen, gab immer allen anderen die Schuld." Der 27-Jährige habe kaum Freunde gehabt und stattdessen viel Zeit im Internet verbracht. "Der Junge war nur online." Außerdem sagt er im Interview: "Es kam immer wieder zu Streit, meine Meinung zählte nicht. Ich komme nicht mehr an ihn ran."

Weiterlesen: Liveblog: Tote in Halle – Haftbefehl gegen Stephan B. wohl noch heute 

Stephan B. war bei der Bundeswehr

Stephan B. war am Mittwoch als mutmaßlicher Täter festgenommen worden. Er hatte nach Angaben aus Sicherheitskreisen gegen Mittag versucht, die Synagoge in Halle mit Waffengewalt zu stürmen. Nachdem das scheiterte, soll er in der Stadt zwei Menschen erschossen und mindestens zwei weitere verletzt haben.

Dem "Bild"-Bericht zufolge hatte Stephan B. nach dem Abitur zwei Semester Chemie studiert, das Studium aber wegen Krankheit abgebrochen. Einer Nachbarin zufolge soll er zuletzt als Rundfunktechniker gearbeitet haben. Der Vater berichtete, sein Sohn sei zwar bei der Bundeswehr gewesen, habe aber keine Spezialausbildung gehabt.


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