zuletzt aktualisiert vor

Kampf mit Hausbewohner Gewaltsamer Einbruch in Stade endet für Jugendlichen tödlich

Der herbeigerufene Norarzt konnte dem 17-Jährigen nicht mehr helfen. Foto: PolizeiDer herbeigerufene Norarzt konnte dem 17-Jährigen nicht mehr helfen. Foto: Polizei
Polizei

Stade. Tödliches Ende einer körperlichen Auseinandersetzung westlich von Hamburg: Ein 17-Jähriger starb, nachdem er zusammen mit einem weiteren Mann in eine Wohnung eingedrungen war.

Was geschah am Sonntagmorgen im Stader Altländer Viertel? Der Tod eines 17-Jährigen in der 50.000-Einwohner-Stadt westlich von Hamburg beschäftigt derzeit die Ermittler – und gibt Rätsel auf. 

Was bisher bekannt ist: Der 17-Jährige soll laut Polizei zusammen mit seinem 24 Jahre alten Begleiter gegen neun Uhr Einlass in eine Wohnung in der Hohenfriedberger Straße gefordert haben. "Als der Bewohner die Tür nicht öffnete verschafften sich die beiden Männer gewaltsam Zutritt zu der Wohnung", beschreibt ein Polizeisprecher das weitere Tatgeschehen. Dann kam es zum Kampf mit dem 37-jährigen Bewohner – alle drei Männer wurden dabei verletzt. Auch Waffen sollen zum Einsatz gekommen sein.

Die beiden ungebetenen Gäste flüchteten anschließend aus dem Haus. Auf der Straße brach der 17-Jährige dann zusammen. Eintreffende Polizeibeamte versuchten noch den Mann zu reanimieren – doch vergebens. Auch der kurze Zeit später eintreffende, Notarzt konnte nichts mehr tun. Der Jugendliche starb noch am Ort des Überfalls an seinen schweren Verletzungen. Womit das Opfer tödlich verletzt wurde, ist bisher noch unklar.

Tatortermittler sicherten die Spuren in und vor dem Mehrfamilienhaus. Foto: Polizei

Ermittlungen gegen Hausbewohner

Der zweite Täter flüchtete laut Polizei zu Fuß weiter in Richtung Bahnhof, dort nahmen Polizeibeamte ihn fest. Auch er war schwer verletzt und kam ins Krankenhaus. Gegen ihn werde wegen Einbruchs und Bedrohung ermittelt, hieß es von der Polizei. Die Verletzungen des 37-Jährigen wurden zunächst im Krankenhaus behandelt, dann kam er in Polizeigewahrsam. Es kam zu "erkennungsdienstlichen Maßnahmen" und ersten Vernehmungen. Der Polizeisprecher betonte allerdings, man stehe noch ganz am Anfang der Ermittlungen.

Zeugen gesucht

Sachdienliche Hinweise an die Polizei
Zeugen werden gebeten sich unter der Rufnummer 04141-102215 bei der Stader Polizeiinspektion zu melden.

Die Hintergründe sind zunächst noch völlig unklar. Den Angaben zufolge sicherten Tatortermittler, Polizeibeamte und Erkennungsdienstmitarbeiter die Spuren am Tatort sowie in und vor dem Mehrfamilienhaus und befragten die Nachbarn. Nach Angaben vom Montag konzentrierten sich die Ermittlungen auf den Besitzer der Wohnung, in die der Jugendliche eingedrungen war. Der 37-Jährige sei Beschuldigter, es gehe um ein Tötungsdelikt, sagte ein Polizeisprecher. Es müsse nun geklärt werden, ob Notwehr vorgelegen habe.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN