Long Island 16-Jähriger wird erstochen: Zeugen filmen lieber anstatt zu helfen

Eine Tat in Long Island macht nicht nur die Polizei fassungslos. Foto: imago images/ZUMA PressEine Tat in Long Island macht nicht nur die Polizei fassungslos. Foto: imago images/ZUMA Press

Long Island. Eine unfassbare Tat ereignete sich nun in den USA: Bis zu 70 Personen beobachteten, wie ein Jugendlicher erstochen wurde. Doch anstatt einzuschreiten oder Hilfe zu holen, filmten die Zeugen die Tat – um anschließend die Videos zu verbreiten.

Polizisten aus Long Island zeigten sich fassungslos. Wie mehrere US-Medien berichteten, wurde vor Kurzem ein 16-Jähriger erstochen, während bis zu 70 weitere Jugendliche die Tat filmten. Keiner der Zeugen half dem Opfer Khaseen Morris. "Das ist ungeheuerlich", sagte Polizist Stephen Fitzpatrick gegenüber dem US-Sender BBC. Die meisten der "50, 60, 70" Jugendlichen hätten lieber gefilmt anstatt zu helfen.

Streit um ein Mädchen

Dem Messerangriff sei laut US-Medien ein Streit um ein Mädchen vorausgegangen. Bei dem Angreifer soll es sich um einen 18-Jährigen handeln, der nach der Tat festgenommen wurde. Morris starb im Krankenhaus an den Folgen seiner Verletzungen. 

Verdächtiger beteuert Unschuld

"Das kann so nicht weitergehen. Ihre Freunde sterben, während Sie da stehen und es auf Video festhalten", sagte Fitzpatrick. Die Videoclips von der Tat verbreiteten sich zunächst in den sozialen Medien, mittlerweile wurden alle gelöscht. Der mutmaßliche Angreifer betont seine Unschuld. Die Polizei appelliert an die Jugendlichen, die während der Tatzeit gefilmt hatten. "Wenn Sie nicht an dem Mord an Khaseen Morris verantwortlich sind, ist es nun an der Zeit, mit uns in Kontakt zu treten", erklärte Fitzpatrick. Die Ermittler suchen weitere Beteiligte an den tödlichen Streit.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN