Kurioser Fall von Urkundenunterdrückung Mann will nach Unfall Zettel mit Zeugeninformationen herunterschlucken

Von dpa

Die Polizei hatte mit dem "hungrigen" Unfallverursacher einiges zu tun. Foto: dpa/Patrick PleulDie Polizei hatte mit dem "hungrigen" Unfallverursacher einiges zu tun. Foto: dpa/Patrick Pleul

Hannover. Ein kurioser Fall von Urkundenunterdrückung beschäftigt die Polizei in Hannover. Ein Mann, der einen Unfall verursacht hatte, wollte wichtige Informationen eines Zeugen verschwinden lassen.

Ein 61-jähriger Unfallverursacher hat auf dem Messeschnellweg in Hannover versucht, einen Zettel mit Zeugendaten herunterzuschlucken. Der Mann hatte zuvor einen Unfall verursacht, indem er auf der Bundesstraße 6 (B6) beim Rückwärtsfahren einen 40-jährigen Autofahrer übersah, wie die Polizei am Sonntag mitteilte. Der 61-Jährige fuhr am Samstag offenbar von der B6 ab, setzte sein Auto aber zurück, um seine Fahrt auf dem Messeschnellweg fortzusetzen. Dabei stießt er mit dem nachfolgenden Auto zusammen.

Polizei muss schlichten

Ein Zeuge gab dem 40-Jährigen einen Zettel mit seinen Personaldaten. Als das Unfallopfer den Notruf alarmieren wollte, entriss ihm der 61-Jährige den Zettel und versuchte ihn herunterzuschlucken. Die beiden Männer rangelten daraufhin miteinander. Dabei wurde der Unfallverursacher leicht verletzt. Die Polizei trennte die Männer, doch der Zettel war bereits zum Teil beschädigt und nicht mehr vollständig lesbar.

Gegen die beiden Männer wird wegen Körperverletzung ermittelt, der 61-jährige muss sich zudem wegen Urkundenunterdrückung verantworten. Dazu gehört auch die Beschädigung oder Vernichtung einer Urkunde wie zum Beispiel ein Zettel mit Zeugendaten.


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