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Eine Festnahme Tödliche Schüsse in Berlin-Moabit: Radfahrer unter Verdacht

Von dpa

Beamte der Spurensicherung sichern in einem Faltpavillon Spuren am Tatort. Foto: dpa/Paul ZinkenBeamte der Spurensicherung sichern in einem Faltpavillon Spuren am Tatort. Foto: dpa/Paul Zinken 

Berlin. Am helllichten Tag ist es in Berlin zu einem Gewaltverbrechen gekommen. Ein Radfahrer steht unter Verdacht, einen Mann erschossen zu haben, der gerade durch den Park lief. Die Identität des Opfers ist noch nicht geklärt.

Auf offener Straße ist in Berlin ein Mann erschossen worden. Tatverdächtig sei ein Radfahrer, teilte die Polizei am Freitag mit. Die Staatsanwaltschaft bestätigte am späten Nachmittag die Festnahme einer Person. 

"Weitere Einzelheiten können im Hinblick auf die andauernde Tatortarbeit und die weiteren Ermittlungen, auch zur Identität des Getöteten, derzeit nicht veröffentlicht werden", hieß es in einem Tweet.

Zu der tödlichen Attacke soll es am Freitag gegen 12.00 Uhr in der Parkanlage Kleiner Tiergarten in Berlin-Moabit gekommen sein. Passanten hatten die Einsatzkräfte alarmiert.

Ermittler suchen nach Spuren

Die Polizei war mit vielen Beamten am Tatort. Sie sperrten den Tatort mit rot-weißem Flatterband ab und schirmten die Leiche in einem blauen Zelt ab. Von außen war zu sehen, wie ein Ermittler in einem weißen Schutzanzug offensichtlich Spuren untersuchte. Laut Staatsanwaltschaft seien Tatspuren am Körper sowie an der Kleidung entdeckt worden.

Polizisten überprüften auch die nähere Umgebung nach Tathinweisen. Ein Polizeitaucher wurde in der Spree am nahe gelegenen Holsteinufer gesehen. Ob die Tatwaffe im Wasser vermutet wurde, war unklar.

Ein Polizeitaucher sucht im Wasser der Spree nach Hinweisen. Foto: dpa/Paul Zinken

Identität des Opfers noch unklar

Oberstaatsanwaltschaft Ralph Knispel, der auch im Bereich der Clan-Kriminalität ermittelt, eilte an den Tatort. Dies könnte darauf hindeuten, dass es sich um eine Tat aus dem Bereich der organisierten Kriminalität handelt. Staatsanwaltschafts-Sprecher Martin Steltner sagte hingegen der dpa, Knispel sei als Bereitschafts-Staatsanwalt am Freitag zuständig gewesen. "Das war ein ganz normaler Vorgang."

Ermittler Knispel sagte, das Opfer sei vor seiner Tötung durch den Park gelaufen. Laut Staatsanwaltschaft war die Identität des Toten unklar. Noch am Freitag sollte vor Ort eine erste Leichenschau erfolgen. Danach solle dann mit einer Obduktion die Todesursache zweifelsfrei festgestellt werden, hieß es.

Nach "Bild"-Informationen soll das Opfer ein islamistischer Gefährder gewesen sein. Die Staatsanwaltschaft war für Nachfragen am späten Nachmittag nicht mehr zu erreichen. Wie viele Schüsse abgefeuert wurden und wo der Mann getroffen wurde, wurde zunächst nicht mitgeteilt. "Dazu äußern wir uns nicht", sagte Sprecher Steltner.


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