Kindesmisshandlung in den USA Oma verbrüht absichtlich Füße von Zweijähriger – Amputation droht

Mit dem Rettungswagen wurde ein kleines Mädchen in die Notaufnahme gefahren. Seine Oma hatte die Füße des Kindes verbrüht. Foto: imago images / Design PicsMit dem Rettungswagen wurde ein kleines Mädchen in die Notaufnahme gefahren. Seine Oma hatte die Füße des Kindes verbrüht. Foto: imago images / Design Pics

Chattanooga. Ein kleines Mädchen liegt in den USA im Krankenhaus, weil seine Oma dessen Füße in heißes Wasser getaucht hat. Die Verbrühungen sind so schlimm, dass eine Amputation droht. Die Großmutter erklärt sich vage. Sie hatte "einen schlechten Tag".

Zu einem Fall von Kindesmisshandlung ist es in Chattanooga (Tennessee, USA) gekommen. Eine Großmutter sollte auf ihre Enkeltochter aufpassen. Weil das zweijährige Kind sich laut Aussagen der Oma jedoch "daneben" benahm, griff sie zu erschreckenden Maßnahmen: Die Oma tauchte die Füße des Kindes als Strafe in kochendes Wasser. Das Kind erlitt schwere Verletzungen. So berichten unter anderem die Daily Mail und der Stern.

Schwerwiegende Verbrennungen

Die Mutter des Mädchens war während des Vorfalls mit ihren zwei anderen Kindern im Schwimmbad. Als sie bei ihrer Schwiegermutter in spe eintraf, hörte sie bereits an der Haustür ihre zweijährige Tochter schreien. Sie eilte ins Haus und sah, dass beide Füße des Kindes bis zu den Knöcheln rot und von riesigen Brandblasen übersät waren. Die Großmutter erklärte die Verletzungen zunächst durch einen Badewannenunfall. Erst aufgrund der kritischen Nachfragen der von der Mutter umgehend per Notruf herbei gerufenen Sanitäter gab die Oma schließlich alles zu.

Es ist schrecklich und nimmt uns alle furchtbar mit.sagt die Mutter der Zweijährigen

Es seien "die schlimmsten Verbrennungen, die ich je gesehen habe", erklärte der Sheriff der Gemeinde, Rocky Potter später. (Weiterlesen: Eltern wegen streng veganer Ernährung der Tochter verurteilt)

Dramatische Folgen befürchtet

Die Verbrennungen an den Füßen sind so schwer, dass die behandelnden Ärzte Angst vor einer Infektion haben. Zwei Mal wurde das Kind bereits operiert. Im schlimmsten Fall drohe sogar die Amputation der Füße, sagen die Ärzte. Die Mediziner wollten versuchen, die Füße mit etwas Haut von ihren Oberschenkeln zu retten.

Da in den USA medizinische Behandlungen verhältnismäßig teuer sind, bittet die Familie zudem mit einer GoFundMe-Kampagne um Spenden für den Krankenhausaufenthalt der Zweijährigen.

Oma mit vager Ausrede

Was die Großmutter dazu bewogen hat, derart grausam zu dem kleinen Kind zu sein, ist unbekannt. Sie sagte, das Mädchen habe "sich danebenbenommen". Was genau das heiß, sagte sie nicht. "Es gibt nichts, das eine Zweijährige tun kann, egal wie frech sie ist, das so ein Verhalten rechtfertigt", sagt die Mutter. Die Oma hatte einzig erklärt, sie hätte "einen schlechten Tag" gehabt.

Die Oma muss sich nun wegen schwerer Kindesmisshandlung verantworten und wartet derzeit in Untersuchungshaft auf ihre Verhandlung.


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