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Statistisches Bundesamt Erstes Halbjahr 2019: Mehr Verkehrsunfälle, aber weniger Tote und Verletzte

Das Statistische Bundesamt berichtet von einer Zunahme der Verkehrsunfälle. Dabei endeten weniger tödlich im Vergleich zum ersten Halbjahr 2018. Symbolbild: imago images/Frank SorgeDas Statistische Bundesamt berichtet von einer Zunahme der Verkehrsunfälle. Dabei endeten weniger tödlich im Vergleich zum ersten Halbjahr 2018. Symbolbild: imago images/Frank Sorge

Wiesbaden. Das Statistische Bundesamt hat heute Zahlen zu Verkehrsunfällen im ersten Halbjahr veröffentlicht. Demnach hat sich die Unfallzahl auf deutschen Straßen in diesem Jahr leicht erhöht, dabei sind jedoch weniger Menschen zu Schaden gekommen als im Vorjahreszeitraum.

Das Statistische Bundesamt in Wiesbaden hat heute vorläufige Ergebnisse zu Verkehrsunfällen im ersten Halbjahr 2019 vorgelegt. Demnach hat es eine leichte Erhöhung der Unfallzahlen in Deutschland gegeben – bei weniger Verkehrstoten und Verletzten.

Im ersten Halbjahr 2019 sind in Deutschland 1465 Menschen bei Straßenverkehrsunfällen gestorben. Das waren nach vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) 40 Personen oder 2,7 Prozent weniger als im ersten Halbjahr 2018. Die Zahl der Verletzten ging um 5,1 Prozent auf gut 178.500 Personen zurück.

1,3 Millionen Unfälle bisher 2019

Insgesamt nahm die Polizei in den ersten sechs Monaten dieses Jahres mehr Unfälle auf als im ersten Halbjahr 2018: Die Zahl der Unfälle stieg um 0,4 Prozent auf knapp 1,3 Millionen. Bei 1,16 Millionen Unfällen blieb es bei Sachschaden (+1,1 Prozent), bei knapp 139.000 Unfällen kamen Personen zu Schaden (-4,9 Prozent).

Im Bundesdurchschnitt starben im ersten Halbjahr 2019 statistisch gesehen 18 Menschen je eine Million Einwohner im Straßenverkehr. Das größte Risiko, tödlich zu verunglücken, bestand in Sachsen-Anhalt mit 29 Verkehrstoten je eine Million Einwohnern, gefolgt von Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern mit jeweils 27 Verkehrstoten. In den drei Stadtstaaten war das Risiko deutlich niedriger. Sie sind aufgrund ihrer Siedlungsstruktur aber nicht mit den anderen Bundesländern vergleichbar. In Schleswig-Holstein kamen 14 Verkehrsteilnehmer pro Million Einwohner ums Leben, in Niedersachsen 24.

Anstieg der Verkehrstoten 2018 – vor allem Radfahrer

Im Gesamtjahr 2018 war die Zahl der Verkehrstoten angestiegen: 3275 Menschen verloren bei Unfällen auf den Straßen in Deutschland ihr Leben, 95 mehr als 2017. Im Vergleich stach vor allem die Zahl getöteter Fahrradfahrer heraus: Im Vorjahr starben laut Statistischem Bundesamt 445 Radfahrer bei Unfällen – 2017 kamen 382 Radfahrer um. In den ersten fünf Monaten 2019 kamen insgesamt 158 Fahrradfahrer ums Leben, das waren 16 (11,3 Prozent) mehr als im Vorjahreszeitraum.

Die Zahl der Unfälle im Zweiradverkehr könnte 2019 weiterhin zunehmen, hatte kürzlich der Fahrradclub ADFC prognostiziert. Denn Radwege würden auch durch die seit Mitte Juni zugelassenen E-Scooter immer gefährlicher, da auch dort der Platz geringer werde.


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