"Fahrstunden" im Autoscooter Achtjähriger brettert mit Muttis Wagen über die Autobahn

So oder so ähnlich dürfte sich ein Achtjähriger bei Soest gefreut haben, als er mit Muttis Auto über die Autobahn fuhr. Bei hoher Geschwindigkeit bekam er jedoch Angst und das schlechte Gewissen setzte ein. Symbolfoto: imago images/PanthermediaSo oder so ähnlich dürfte sich ein Achtjähriger bei Soest gefreut haben, als er mit Muttis Auto über die Autobahn fuhr. Bei hoher Geschwindigkeit bekam er jedoch Angst und das schlechte Gewissen setzte ein. Symbolfoto: imago images/Panthermedia

Soest . Ein achtjähriger Junge aus Soest hat sich in den Wagen seiner Mutter gesetzt und ist in der Nacht mit bis zu 140 Stundenkilometern über die Autobahn gebrettert. "Ich wollte nur ein bisschen Auto fahren", sagte der Junge.

Ein Achtjähriger hat in Soest auf der Autobahn 44 eine nächtliche Spritztour unternommen – die ihm selbst unheimlich wurde. Wie die Polizei am Montag mitteilte, hatte die Mutter des Jungen gegen halb eins in der Nacht gemeldet, ihr Sohn sei mit ihrem Automatik-Wagen davon gefahren. Wie sich schnell herausstellte, war ihr offenbar autokundiger Sohn mindestens acht Kilometer von zu Hause bis zu einem Rastplatz der A44 gefahren. (Lesen Sie auch: Kleinbus überschlägt sich auf A8: Vater und Tochter sterben)

Abgesichert mit Warnblinker und -dreieck

Die Mutter fand den Jungen nach einer rund halbstündigen Suche auf dem Parkplatz: Er hatte das Auto mit eingeschaltetem Warnblinklicht in einer Ecke abgestellt und den Standplatz zusätzlich mit einem Warndreieck abgesichert. 

Ich wollte nur ein bisschen Auto fahren. gab der Junge zu Protokoll als die Polizei eintraf

Er habe sich bei Tempo 140 auf der Autobahn nicht mehr wohlgefühlt und sei auf den Parkplatz gefahren. (Lesen Sie auch: Auf Facebook übertragener Autounfall – drei Menschen sterben)

Geübt im Kart und Autoscooter

Einen Grund, an der Geschichte zu zweifeln, gebe es nicht, sagte ein Polizeisprecher. Der Junge habe beim Eintreffen der Beamten auf dem Rastplatz sein Handeln realisiert und sei in Tränen ausgebrochen. Den Angaben zufolge hatte er schon einmal auf einem Privatgelände einen Pkw gesteuert und fahre regelmäßig Kart und Autoscooter. Weder dem Auto noch dem Jungen sei etwas passiert, teilte die Polizei mit. 


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