Frankreich Töchter auf Rücksitz: Mann mit zerstückelter Ehefrau im Kofferraum unterwegs

Von dpa

Der Mann sei am Sonntagmorgen in Doussard nahe der Grenze zur Schweiz und zu Italien von der Polizei festgenommen worden. Foto: dpa/Chen YichenDer Mann sei am Sonntagmorgen in Doussard nahe der Grenze zur Schweiz und zu Italien von der Polizei festgenommen worden. Foto: dpa/Chen Yichen

Doussard. Nachdem die Polizei im französischen Doussard einen Hinweis bekommen habe, wurde ein Mann festgenommen, der mit seiner toten Frau im Kofferraum und zwei Kindern auf dem Rücksitz unterwegs war.

In Frankreich ist ein Autofahrer übereinstimmenden Berichten zufolge mit seiner toten Ehefrau im Kofferraum unterwegs gewesen. Die beiden Kinder im Grundschulalter hätten auf den Rücksitz gesessen, berichtete die französische Nachrichtenagentur AFP unter Berufung auf Ermittlerkreise. 

Mann soll polizeibekannt sein

Der Mann sei am Sonntagmorgen in Doussard nahe der Grenze zur Schweiz und zu Italien festgenommen worden. Nach Angaben der Zeitung "Le Parisien" ist der Mann polizeibekannt, die Polizei habe einen Hinweis erhalten. Die Familie sei gerade aus Italien in ihre Heimat nach Frankreich zurückgekehrt. Laut "rtl.de" soll die Leiche zerstückelt gewesen sein, bei den beiden Kindern habe es sich um Mädchen im Alter von sechs und acht Jahren gehandelt.

Die Hintergründe des Vorfalls waren zunächst unklar. Die Leiche der Frau war in einem Koffer gefunden worden. Die Kinder kamen in Obhut. Die Justiz ermittele wegen Mordes. "Herzlichen Glückwunsch an unsere Gendarmen für ihre Reaktionsfähigkeit und ihren Scharfsinn", twitterte die Polizei der Region Haute-Savoie zu dem Fall.

Gewalt gegen Frauen hatte zuletzt die französische Regierung auf den Plan gerufen. Nach dem Bekanntwerden alarmierender Zahlen will der Staat Frauen künftig besser vor häuslicher Gewalt schützen. Im September soll es einen Runden Tisch geben, an dem die betroffenen Minister, Akteure vor Ort, öffentliche Dienste, Verbände und Familien von Opfern zusammenkommen. Auch die Präsidentengattin Brigitte Macron will sich dabei persönlich engagieren. Vergangenen Monat hatten zahlreichen Menschen in Paris demonstriert und angeprangert, dass nicht genug zum Schutz von Frauen vor Gewalt getan werde.


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