Ab September 2019 Schluss mit Verschrottung: Amazon will Retouren künftig spenden

Retouren willl Amazon künftig zu 100 Prozent an Hilfsorganisationen spenden. Foto: imago images / CHROMORANGERetouren willl Amazon künftig zu 100 Prozent an Hilfsorganisationen spenden. Foto: imago images / CHROMORANGE

Hamburg. Der Internetriese Amazon hat mit einem Imageschaden zu kämpfen, seitdem bekannt wurde, dass viele Retouren im Müll landen. Jetzt gibt es ein neues Spendenprogramm.

Gefällt einem Kunden ein gekauftes Produkt nicht, steht es ihm frei, den bestellten Artikel an Amazon zurückzuschicken. Viele dieser Retouren hat der Konzern – und auch bei anderen Unternehmen ist dies üblich – bisher vernichtet. Nach einer Welle der Empörung und vielen Vorwürfen gibt Amazon nun bekannt, in den USA und Großbritannien ab September 2019 Retouren von Marketplace-Anbietern nun zu 100 Prozent an Hilfsorganisationen zu spenden. Good360 und weitere Non-Profits bekommen die Ware in den USA, in Großbritannien sind es Barnardo’s, Newlife und die Heilsarmee.

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Testphase auch in Deutschland?

Ob das System auch bald in Deutschland greift, ist bisher noch unklar. Abzuwarten bleibt, ob sich das Modell in den anderen Ländern bewährt und übertragen werden kann. 

Amazon hatte bisher aus rechtlichen oder hygienischen Aspekten einen Teil der Retouren vernichtet, wenn sie sich nicht mehr weiterverkaufen ließen. Zwar sei dies schon auf ein Minimum reduziert worden, mit seinem Programm "Fulfilled by Amazon Donations" soll sichergestellt werden, dass wirklich nichts mehr im Müll landet.


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