Verwandter des Wolfes Erstmals Goldschakal in Thüringen nachgewiesen

Goldschakale sind verwandt mit Hunden und Wölfen. In Thüringen ist nun ein Tier nachgewiesen worden. Foto: imago images/imagebrokerGoldschakale sind verwandt mit Hunden und Wölfen. In Thüringen ist nun ein Tier nachgewiesen worden. Foto: imago images/imagebroker

Bad Langensalza . In die Fotofalle getappt: In Thüringen ist ein Goldschakal fotografiert worden. Die Tiere sind Artverwandte von Hunden und Wölfen und eigentlich auf dem Balkan und in Asien heimisch.

In Thüringen ist im Nationalpark Hainich erstmals ein Goldschakal per Foto nachgewiesen worden. Das Raubtier sei am Abend des 1. August von einer Fotofalle aufgenommen worden, sagte der Leiter des Nationalparks in Nordwestthüringen, Manfred Großmann, am Donnerstag auf Anfrage. 

Foto: dpa/Nationalpark Hainich

Vom Park herangezogene Experten aus den USA und Slowenien hätten nach Sichtung der Aufnahmen bestätigt, dass es sich um einen Goldschakal handele. Die Tiere sind Artverwandte von Hunden und Wölfen und eigentlich auf dem Balkan und in Asien heimisch. Großmann zufolge wandern sie seit Jahren auch nach Mitteleuropa. (Weiterlesen: Wolfsschäden: So hoch sind Niedersachsens Ausgleichszahlungen)

Keine feste Population in Deutschland

Erstmals seien die Tiere vor rund 20 Jahren in Deutschland nachgewiesen worden, eine feste Population gebe es aber hierzulande nicht. Einzelne Tiere legten manchmal Hunderte Kilometer zurück, sagte Großmann. Auch in den Niederlanden sei schon ein Goldschakal nachgewiesen worden. "Es war aber eigentlich nur eine Frage der Zeit, dass ein Goldschakal hier mal in eine Fotofalle geht", so der Nationalparkleiter.

Das Foto aus dem Jahr 2012 zeigt einen Goldschakal, der im Nationalpark Bayerischer Wald (Bayern) von einer Wildkamera fotografiert wurde. Foto: dpa/Nationalpark Bayerischer Wald/LfU

Goldschakale (Canis aureus) haben ihren Namen vom zumeist goldgelb gefärbten Fell, sie sind größer als Füchse und kleiner als Wölfe. Sie gelten als Allesfresser und ernähren sich von Fischen, Mäusen und Aas sowie von Pflanzen. "Thüringer Allgemeine" und MDR Thüringen hatten über den Nachweis berichtet. 


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