Asap Rocky Trump will persönlich für inhaftierten Rapper bürgen

Von dpa

Rakim Mayers alias ASAP Rocky, US-amerikanischer Rapper, sitzt nach einer Schlägerei in Schweden in Untersuchungshaft. Foto: dpa/epa/Laurent GillieronRakim Mayers alias ASAP Rocky, US-amerikanischer Rapper, sitzt nach einer Schlägerei in Schweden in Untersuchungshaft. Foto: dpa/epa/Laurent Gillieron

Washington. US-Präsident Trump will sich für den Rapper Asap Rocky verbürgen, der in Schweden wegen einer Schlägerei in Haft sitzt.

US-Präsident Donald Trump hat sich bei Schwedens Regierungschef Stefan Löfven für den inhaftierten Rapper Asap Rocky eingesetzt. Er habe ihm angeboten, persönlich für eine Kaution zu bürgen, schrieb Trump am Samstag auf Twitter. Er habe Löfven auch versichert, dass keine Fluchtgefahr bestehe. Löfven habe seinerseits zugesichert, dass der Rapper fair behandelt werde.  



"Die schwedische Regierung wird die Gerichte nicht beeinflussen"

Man wolle in Kontakt bleiben. Anders als die USA hat Schweden jedoch kein System, wonach ein Untersuchungshäftling in Erwartung eines möglichen Prozesses gegen Kaution auf freien Fuß kommen kann. Löfven hatte vor dem Gespräch mit Trump ausgeschlossen, sich in den Fall einzumischen. "In Schweden sind alle vor dem Gesetz gleich, auch Gäste aus anderen Ländern. Die schwedische Regierung kann nicht und wird auch nicht versuchen, die Staatsanwaltschaft oder die Gerichte zu beeinflussen", wurde er von schwedischen Medien zitiert. Sein Sprecher bestätigte am Samstag, dass Löfven für knapp 20 Minuten mit Trump gesprochen habe. Es sei eine freundliche und respektvolle Unterhaltung gewesen, teilte er der Zeitung "Dagens Nyheter" mit.

Der Musiker sitzt seit zwei Wochen wegen einer Schlägerei in U-Haft

Asap Rocky sitzt bereits seit gut zwei Wochen in schwedischer U-Haft. Das Bezirksgericht von Stockholm hatte diese Zeit auf Antrag der Staatsanwaltschaft am Freitag bis kommenden Donnerstag verlängert. Der schwarze Musiker war Anfang Juli nach einem Konzert festgenommen worden, weil er Tage zuvor in eine Schlägerei in Stockholm verwickelt gewesen sein soll. Der Vorfall wurde in einem Video festgehalten, das Rocky belastet. Der Rapper selbst gab an, sich lediglich selbst verteidigt zu haben.

Auch Kim Kardashian und Justin Bieber fordern Freilassung

Schon diverse Prominente haben sich für Asap Rocky eingesetzt. Reality-TV-Star Kim Kardashian, Popstar Justin Bieber und andere Musiker verlangten seine Freilassung. Trumps Einsatz für den schwarzen Rapper kommt nach neuen Rassismusvorwürfen gegen den Präsidenten. Der erste Mann im Weißen Haus war heftig kritisiert worden, weil er vier demokratischen US-Kongressabgeordneten empfohlen hatte, in ihre vermeintlichen Heimatländer zurückzukehren.


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