Prüfung der Stadt Mülheim Mutmaßliche Vergewaltigung: Rückführung der Familien nicht möglich

Von dpa

Fünf 12 und 14 Jahre alte Kinder und Jugendliche sollen in Mülheim an der Ruhr eine Frau vergewaltigt haben. Foto: dpa/Caroline SeidelFünf 12 und 14 Jahre alte Kinder und Jugendliche sollen in Mülheim an der Ruhr eine Frau vergewaltigt haben. Foto: dpa/Caroline Seidel

Mülheim. Nach der mutmaßlichen Vergewaltigung einer Frau in Mülheim können die bulgarischen Familien der Verdächtigen nicht zurück in ihr Heimatland geschickt werden.

Die Familien der Tatverdächtigen im Fall der mutmaßlichen Vergewaltigung in Mülheim an der Ruhr können nicht in ihr Herkunftsland Bulgarien zurückgeführt werden. Das habe eine Prüfung der Stadt ergeben habe, sagte Sprecher Volker Wiebels am Freitag. Der WDR hatte berichtet. (Weiterlesen: Offenbar weitere Fälle sexueller Übergriffe durch Kinder und Jugendliche)

Die Voraussetzungen für eine Rückführung seien nicht gegeben. Nach EU-Recht sei eine Rückführung aus Deutschland im Grundsatz möglich, wenn "jemand keine Arbeit hat, keine Arbeit sucht und auch nicht nachweisen kann, dass er eine sucht", erläuterte der Sprecher. Bulgarien gehört zur Europäischen Union.

Freizügigkeit der Familien

In einem Fall sei der Vater eines Verdächtigen am Donnerstag mit einem druckfrischen Arbeitsvertrag bei der Stadt erschienen. In einem anderen Fall sei ein 14 Jahre alter Verdächtiger zwar bei Verwandten in Mülheim untergekommen, aber bei seinen Eltern in einer anderen Stadt gemeldet. In drei weiteren Fällen konnten die Familien Einkommen nachweisen.  (Weiterlesen: Gibt es mehr Gruppenvergewaltigungen? Das sagt die Kriminalstatistik)

Mit der Prüfung habe man ausloten wollen, ob die Freizügigkeit der Familien der fünf Verdächtigen eingeschränkt werden könne. 


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