Vermeintliche Abkürzung nahe Denver Google-Navi blind gefolgt: Fast 100 Autofahrer landen im Matsch

Um einen Stau auf dem Highway zu umfahren, nutzten Dutzende Autofahrer einen Schleichweg, der aber nur schwer befahrbar war, wie sich herausstellte. Symbolfoto: imago images/UPI Photo/TECH SGT. CHRIS HIBBENUm einen Stau auf dem Highway zu umfahren, nutzten Dutzende Autofahrer einen Schleichweg, der aber nur schwer befahrbar war, wie sich herausstellte. Symbolfoto: imago images/UPI Photo/TECH SGT. CHRIS HIBBEN

Denver. Dass auf Navigationssysteme nicht immer Verlass ist, zeigt dieses Beispiel einer gescheiterten Stau-Umfahrung: "Google Maps" führte fast hundert US-Amerikaner in die Pampa – aus der manche ohne Hilfe nicht wieder herauskamen.

Weil sie einen Stau auf dem Highway in Colorado umfahren wollten, haben sich Dutzende US-Amerikaner auf die Navigation von "Google Maps" verlassen. Mit fatalen Folgen: Die als Alternativroute angebotene Strecke führte über riesige Felder. Weil die Autokolonne auf dem unbefestigten Weg immer größer wurde, kamen irgendwann Fahrzeuge ins Rutschen oder blieben im Matsch stecken.

Der Sender "CNN" zeigte Fotos von einer Autofahrerin, die wie fast hundert andere Autofahrer der Google-Navigation gefolgt waren, um zum Flughafen in Denver zu gelangen. Regen habe den Boden aufgeweicht, sodass manche Autos stecken blieben, berichtete Connie Monsees "CNN". Sie habe dank des Allradantriebs ihres Wagens weiterfahren können, andere mussten sich aus dem Matsch ziehen lassen.

Der Google-Konzern teilte in einer Stellungnahme mit, dass die App bei der Routenplanung nicht auf "unvorhersehbare Umstände" wie das Wetter eingehe. "Wir ermutigen daher alle Fahrer, die örtlichen Verkehrsregeln zu befolgen, aufmerksam zu bleiben und beim Fahren den gesunden Menschenverstand zu benutzen."

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