Starkregen und Gewitter Unwetter in Deutschland: Fluggäste sitzen in Berlin fest

Von dpa

Gewitterzelle über dem Tempelhoferfeld. Foto: imago images / A. FriedrichsGewitterzelle über dem Tempelhoferfeld. Foto: imago images / A. Friedrichs 

Berlin. Vor allem der Osten Deutschlands wird in der Nacht von Unwettern heimgesucht. Auch die Berliner Flughäfen Schönefeld und Tegel waren betroffen.

Starker Regen und Gewitter haben für Probleme an den Berliner Flughäfen Tegel und Schönefeld gesorgt. Zwischen Dienstagabend und Mittwochmorgen konnten Passagiere an den beiden Airports für mehrere Stunden weder ein- noch aussteigen, wie ein Sprecher von Flughafen Berlin Brandenburg GmbH sagte. Starts und Landungen seien aber möglich gewesen. Wie viele Passagiere betroffen waren, konnte er zunächst nicht sagen.

In Börtewitz in Sachsen ist der Kemmlitzbach wegen der starken Regenfälle über die Ufer getreten. Foto: dpa/Bernd März

Vor allem im Osten Deutschlands gab es am Abend und in der Nacht zum Mittwoch nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) Unwetter. In Sachsen und Brandenburg fielen zum Teil Hagelkörner mit einem Durchmesser von bis zu fünf Zentimetern.

Auch in Bayern, Berlin und Brandenburg gab es Gewitter. In der brandenburgischen Landeshauptstadt Potsdam musste die Feuerwehr mehr als 100 Mal ausrücken. Mehrere Keller liefen voll, Bäume stürzten um, Wasser sammelte sich auf einigen Straßen, ebenso in Berlin.

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Brennendes Haus in Mecklenburg-Vorpommern

Im hessischen Bad Hersfeld wirkten sich Unwetterwarnungen auf das Festprogramm des Hessentags aus: Zur Sicherheit unterbrachen die Veranstalter am Dienstagabend die Veranstaltungen. In Prerow in Mecklenburg-Vorpommern geriet ein Appartementhaus durch einen Blitzeinschlag in Flammen, verletzt wurde dabei niemand.

Die Temperaturen bleiben im Osten Deutschlands auch am Mittwoch sehr warm. Die Spitzenwerten liegen nach DWD-Angaben bei bis zu 34 Grad, besonders warm werde es etwa in Frankfurt/Oder (Brandenburg). Vor allem am Nachmittag könnte es aber größere Regenmengen geben mit mancherorts mehr als 30 Litern pro Quadratmeter in der Stunde, etwa in Teilen Sachsens, sagte ein DWD-Sprecher. Im Westen liegen die Höchstwerte demnach mancherorts bei unter 20 Grad.


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