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Katastrophenalarm Hagel und Glätte: 25 Verletzte bei Massenkarambolage auf A71

Von dpa

Wegen plötzlicher Glätte und Hagels fuhren 50 Autos ineinander. Foto: dpa/Ittig/NEWS5Wegen plötzlicher Glätte und Hagels fuhren 50 Autos ineinander. Foto: dpa/Ittig/NEWS5
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Suhl. Mehr als 50 Autos: Bei einer Massenkarambolage auf der A71 sind 25 Menschen verletzt worden. Auslöser waren plötzliche Glätte und Hagel.

25 Menschen sind bei einer Massenkarambolage auf der Autobahn 71 in Südthüringen verletzt worden, vier davon schwer. Lebensgefährlich verletzt worden sei bei dem Unfall am Sonntag aber niemand, sagte ein Sprecher der Autobahnpolizei. Wegen plötzlicher Glätte und Hagels fuhren demnach zwischen Suhl und Meiningen auf der Fahrbahn in Richtung Schweinfurt 50 Autos ineinander. Auf der Gegenfahrbahn sei es wegen Glätte auf derselben Höhe zu weiteren Unfällen mit fünf beteiligten Autos gekommen.

Menschen wurden in ihren Autos eingeklemmt

Manche Autos fuhren demnach aufeinander auf, andere seien wegen der Glätte ins Schleudern gekommen und gegen die Leitplanke oder gegen Böschungen geprallt. Mehrere Menschen seien in ihren Autos eingeklemmt worden und hätten von Rettungskräften befreit werden müssen.

Rettungskräfte befreiten Menschen, die in ihren Autos eingeklemmt wurden. Foto: dpa/Ittig/NEWS5

Die Unfallstelle erstreckte sich nach Polizeiangaben über mehrere Hundert Meter auf beiden Fahrstreifen und war voller Trümmer und Autoteile. Rettungskräfte und Polizei waren mit einem Großaufgebot und zwei Hubschraubern im Einsatz. 

Rettungsleitstelle löste Katastrophenalarm aus

Die verantwortliche Rettungsleitstelle löste nach der Massenkarambolage Katastrophenalarm aus. An der Unfallstelle wurde zwischenzeitlich ein Zelt aufgebaut, in das die Verletzten gebracht wurden, um schnell versorgt werden zu können. Von dort wurden sie in verschiedene Krankenhäuser gebracht.

Allein 19 Verletzte wurden am Abend im Zentralklinikum Suhl behandelt, wie ein Sprecher des Krankenhauses sagte. Rund 100 zusätzliche Mitarbeiter aus den Bereichen Medizin und Pflege seien im Notfalleinsatz gewesen. Bei den Verletzungen habe es sich beispielsweise um schwere Prellungen, Schnittverletzungen, Schleudertraumata und Gesichtsfrakturen gehandelt.

Die A71 war zwischen den Anschlussstellen Meiningen-Nord und dem Dreieck Suhl für mehrere Stunden in beide Richtungen voll gesperrt.


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