Holocaust-Leugner Youtube sperrt rechtsradikalen Kanal des "Volkslehrers"

Jüngst besuchte er die "Fridays-For-Future"-Demonstration in Berlin – als unerwünschter Gast. Foto: imago/snapshotJüngst besuchte er die "Fridays-For-Future"-Demonstration in Berlin – als unerwünschter Gast. Foto: imago/snapshot

Berlin. Der rechtsradikale Youtuber Nikolai N., der sich selbst als "Volkslehrer" bezeichnet, verleugnet den Holocaust und kritisiert die "Überfremdung" Deutschlands. Nun wurde sein Youtube-Kanal gesperrt. Doch der gelernte Grundschullehrer hetzt trotzdem weiter.

Der selbsternannte "Volkslehrer" kassierte von Youtube die Quittung für seine Hetze gegen Migranten, der Verleumdung des Holocaust und seine weiteren rechtsradikalen Botschaften. Am Samstag wurde sein Youtube-Channel gesperrt.

"Indirekte Zensur"

Der 38-Jährige Nikolai N. beschwerte sich anschließend darüber, dass Youtube ihm mit einem "Schattenbann belegt und damit eine indirekte Zensur ausgeübt" hätte, wie der "Berliner Kurier" berichtet. Zuletzt verzeichnete der "Volkslehrer" rund 70.000 Abonnenten auf seinem Kanal.

In einem neuen Video richtet er sich an seine rechtsradikalen Sympathisanten und erklärt, dass sein Kanal ohne Vorwarnung gesperrt worden sei. Darüber hinaus merkt der 38-Jährige an, dass auch sein polnisches Konto gesperrt worden sei.

Andere Wege gefunden

Offensichtlich richtete er prompt ein sogenannten Virtual Private Network ein, auf dem er seine Videos weiterhin hochladen kann. Auf diese Art kann er Youtube umgehen, ohne gesperrt zu werden – vorerst.

Nikolai N. sorgte für Aufsehen, als er unter anderem die bekennende Holocaust-Leugnerin Ursula Haverbeck interviewte und sich mit Reichsbürgern traf. Als Grundschullehrer in Berlin wurde er im vergangenen Jahr von der Senatsschulverwaltung fristlos und außerordentlich gekündigt.


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