Philippinen "Es ist ekelhaft": Wal mit 40 Kilogramm Plastik im Magen verendet

Plastik in den Ozeanen gefährdet Flora und Fauna der Erde. Foto: dpa/Mike NelsonPlastik in den Ozeanen gefährdet Flora und Fauna der Erde. Foto: dpa/Mike Nelson

San Pedro. Es gehört schon fast zum Alltag, dass tote Tiere mit Plastik im Bauch angeschwemmt werden. Ein Wal auf den Philippinen stellt offenbar einen traurigen Rekord auf.

Ein junger männlicher Schnabelwal ist mit 40 Kilogramm Plastik im Bauch tot an der philippinischen Küste gefunden worden. Forscher, die auf der Facebook-Seite des örtlichen Naturkundemuseums über den Fall berichteten, stellten Fotos des Tieres online. Sie fanden 16 leere Reissäcke, Shopping- und andere Plastik-Taschen.

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"So viel Plastik haben wir noch nie in einem Wal gesehen", teilte das Museum auf Facebook mit. "Es ist ekelhaft." Die Mitarbeiter forderten die Regierung auf, das illegale Entsorgen von Müll in den Ozeanen endlich zu beenden.

17 Milliarden Plastiktüten allein auf den Philippinen

Auf den Philippinen hat die Untersuchung einer Nichtregierungsorganisation zu Plastikmüll erschreckende Ergebnisse zutage gefördert. Einem Anfang März veröffentlichten Bericht der NGO Gaia zufolge werden täglich fast 48 Millionen Einkaufstüten aus Plastik benutzt, im Jahr mehr als 17 Milliarden. Dazu kommen jährlich etwa 16,5 Milliarden kleinere und dünnere, häufig durchsichtige Plastiktüten.

In Südost-Asien wird Einweg-Plastik in rauen Mengen verbraucht. Vor zwei Jahren hatte eine Untersuchung gezeigt, dass China, Indonesien, die Philippinen, Thailand und Vietnam für so viel Plastik im Meer verantwortlich sind wie der Rest der Welt zusammen.


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