Erst gepfändet, dann bei Ebay Ahlen und eine Mops-Dame – Stadt verteidigt Pfändung als rechtmäßig

Von dpa

Der Mops sei als gesund und "mit Stammbaum" von einem städtischen Mitarbeiter über dessen privaten Ebay-Account für 750 Euro angeboten worden. Foto: dpa/Fredrik von ErichsenDer Mops sei als gesund und "mit Stammbaum" von einem städtischen Mitarbeiter über dessen privaten Ebay-Account für 750 Euro angeboten worden. Foto: dpa/Fredrik von Erichsen

Ahlen. Schuldeneintreiber in Ahlen haben eine Mops-Dame gepfändet und dann per Ebay verkauft. Die Stadt ist dafür von mehreren Seiten in die Kritik geraten. Kämmerer Dirk Schlebes verteidigt das Vorgehen jedoch als rechtmäßig.

Erst wird eine Mops-Dame von der Stadtverwaltung zum Schuldeneintreiben gepfändet. Dann wird das Tier über den privaten Ebay-Account eines Stadtmitarbeiters verkauft. Das westfälische Ahlen ist in diesem Fall gleich von mehreren Seiten in die Kritik geraten. Kämmerer Dirk Schlebes verteidigte das Vorgehen der Stadt jedoch als rechtmäßig. Laut Zwangsvollstreckungsgesetz könne wertvoller Besitz wie der Familien-Mops gepfändet werden, sagte der parteilose Kommunalpolitiker am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur. Zuvor seien bei der Familie, die Schulden bei der Stadt habe, bereits nicht täglich benötigte Haushaltsgeräte gepfändet worden. 

Käuferin fühlt sich getäuscht

Allerdings steht der Stadt nach dem Verkauf neuer Ärger ins Haus: Die neue Besitzerin der Mops-Dame fühle sich getäuscht, der Hund sei krank, die Behandlung teuer, berichteten mehrere Medien. Die Käuferin drohe der Stadt mit einer Klage.

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Der Mops sei als gesund und "mit Stammbaum" von einem städtischen Mitarbeiter über dessen privaten Ebay-Account für 750 Euro angeboten worden, sagte Schlebes. "Wir haben etwas weniger erlöst, der Betrag ist in die Stadtkasse geflossen", erläuterte er. Man habe nun eine Versicherung und einen Anwalt eingeschaltet. Es werde geprüft, ob die Mops-Dame zum Zeitpunkt des Verkaufs krank war, Regressansprüche bestehen und ob der Hund kostengünstiger hätte behandelt werden können.

Familie vermisst ihren Hund

Mehrere Medien hatten die Käuferin zitiert, der zufolge der Hund in einer Tierklinik wegen einer Augenverletzung einige Male operiert werden musste. Sie fordere den Kaufpreis zurück sowie eine Kostenübernahme für die Klinik. Die frühere Hundehalterin kritisierte die Pfändung laut Medienberichten, ihre Familie vermisse das Tier sehr.


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