Nach der Verurteilung von Kardinal Pell Drei Päpste, ein Skandal: Die Geschichte des Versagens

Papst Franziskus bei der Eröffnung des Gipfeltreffens zum Thema Missbrauch. Foto: dpa/Vincenzo PintoPapst Franziskus bei der Eröffnung des Gipfeltreffens zum Thema Missbrauch. Foto: dpa/Vincenzo Pinto

Rom. Erst waren es einzelne Fälle, die ans Licht kamen. Doch schnell wurde deutlich, dass es weltweit Opfer sexuellen Missbrauchs durch die katholische Kirche gibt. Und dass der Schutz der Täter System hat.

Das Ausmaß der Fälle – und der damit einhergehenden Vertuschung – ist gigantisch: Allein in Australien wird die Zahl der Opfer sexuellen Missbrauchs über die Jahrzehnte auf etwa 60.000 geschätzt. Auch in Deutschland, Irland, Kanada und den USA hat der Missbrauchsskandal die katholische Kirche in ihren Grundfesten erschüttert, aber auch aus anderen Ländern Afrikas oder Südamerikas sind Fälle bekannt. 

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Nun wurde Kardinal Pell, einer der wichtigsten Männer im Vatikan, in seinem Heimatland Australien zu sechs Jahren Haft wegen des Missbrauchs zweier Jungen verurteilt. Es ist eine der ersten Verurteilungen in dem seit bald 30 Jahren gärenden Skandal. Ein Blick zurück auf einige der wichtigsten Stationen der mühevollen Aufklärung.

(mit kna)


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