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SEK-Großeinsatz Zwei Tote nach Schüssen auf Baustelle in München

Von Tobias Bosse und dpa

Nachdem Anwohner Schüsse auf einer Baustelle meldeten, fand die Polizei München zwei Tote in der Ohlmüllerstrasse. Foto: imago/Michael TrammerNachdem Anwohner Schüsse auf einer Baustelle meldeten, fand die Polizei München zwei Tote in der Ohlmüllerstrasse. Foto: imago/Michael Trammer 

München. In München sind auf einer Baustelle Schüsse gefallen. Das SEK rückte daraufhin im Großaufgebot an. Die Polizei bestätigte zwei Todesopfer.

Tödliche Schüsse auf einer Baustelle für Luxuswohnungen am Neudeck, nahe des Mariahilfplatzes. Ein 29-Jähriger hat in München nach Polizeiangaben einen 45 Jahre alten Mann und sich selbst umgebracht. Einsatzkräfte fanden am Donnerstagmorgen auf dem Gelände einer ehemaligen Justizvollzugsanstalt die beiden Leichen. Ermittler stellten dort eine Pistole sicher.

Zum genauen Tatablauf und möglichen Motiven machte eine Polizeisprecherin keine Angaben. Der Schütze war nach Polizeiangaben ein Deutsch-Kroate aus Augsburg, der zweite Tote stammte aus dem Landkreis Görlitz.


Die Kriminalpolizei begann am Vormittag damit, Spuren zu sichern, wie ein Sprecher vor Ort sagte. Die Leichen seien zwischen Baucontainern gefunden worden. Es habe mehrere Zeugen gegeben.

Foto: dpa/Sven Hoppe

Die Polizei erklärte zunächst, dass um 8.50 Uhr ein Notruf einging, woraufhin die Polizei mit 30 bis 40 Streifenwagen und Zivilfahrzeugen zu der Baustelle in der Ohlmüllerstraße eilte, wie der Sprecher sagte. Auch schwer bewaffnete Spezialeinsatzkräfte seien im Einsatz gewesen. Weiterhin wurde eine Warnung an die Münchner Bevölkerung auf ihrem Twitter-Account veröffentlicht.

In einem weiteren Tweet wurde kurze Zeit später mitgeteilt, dass die Lage unter Kontrolle sei und keine Gefahr für die Bevölkerung mehr bestehe. Der Tramverkehr rund um die Ohlmüllerstraße wurden vorübergehend eingestellt und das Landratsamt geschlossen. 

Ein Polizeisprecher betonte, dass für die Bevölkerung keine Gefahr bestanden habe. Die Mordkommission habe die Ermittlungen nun übernommen.

Hier das erste Statement des Polizeisprechers: 

Auf der Baustelle in der Ohlmüllerstraße entstehen derzeit teure Eigentumswohnungen. Bis vor einigen Jahren war in dem Gebäude ein Frauen- und Jugendgefängnis untergebracht. Jahrelang hatte es um die Nachnutzung einen Streit in der Landeshauptstadt gegeben. Seit einiger Zeit wird das Gebäude entkernt und hergerichtet; hier sollen Menschen eines Tages in Luxuswohnungen einziehen.


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