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Terrorvorwürfe gegen Deutschen Kölner Adil Demirci kommt nach zehn Monaten in türkischer U-Haft frei

Von dpa

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In Köln demonstrierten Menschen für eine Freilassung Demircis.In Köln demonstrierten Menschen für eine Freilassung Demircis.

Istanbul. Wende im Verfahren gegen den Kölner Sozialarbeiter Adil Demirci wegen Terrorvorwürfen: Der 33-Jährige kommt frei, darf aber noch nicht nach Deutschland zurück.

Nach rund zehn Monaten in türkischer Untersuchungshaft kommt der Kölner Sozialarbeiter Adil Demirci frei. Das entschied am Donnerstag ein Gericht in Istanbul nach der zweiten Verhandlung im Verfahren wegen Terrorvorwürfen.

Demirci darf aber nicht nach Deutschland ausreisen. Auch die Provinz Istanbul darf er nicht verlassen. Der Prozess soll am 30. April fortgeführt werden. Demirci (33) saß seit April in Untersuchungshaft in Istanbul. Er war während eines Familienurlaubs festgenommen worden. Die Staatsanwaltschaft wirft Demirci, der auch für die linke Nachrichtenagentur Etha geschrieben hat, Mitgliedschaft in der linksextremen Marxistisch-Leninistischen Kommunistischen Partei vor. Die MLKP gilt in der Türkei als Terrororganisation.

Mehrere Prozesse in Abwesenheit verhandelt

Es war derzeit der einzige Prozess dieser Art gegen einen Deutschen, bei dem der Angeklagte noch persönlich vor Gericht steht. Andere wegen Terrorvorwürfen angeklagte Deutsche durften in den vergangenen Monaten ausreisen, während ihre Prozesse in Abwesenheit weitergehen, zuletzt Anfang Januar der Hamburger Dennis E..


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