Songs zum EU-Austritt Großbritanniens "Should I stay or should I go" – so klingt der Brexit

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Eine junge Frau singt gegen den Brexit vor dem britischen Parlament in London an. Foto: imago/PRiME Media Images/Andy RowlandEine junge Frau singt gegen den Brexit vor dem britischen Parlament in London an. Foto: imago/PRiME Media Images/Andy Rowland

London. Die EU ohne Großbritannien – dieser Zustand rückt scheinbar unausweichlich näher. Die schmerzhafte Trennung auch mental zu verarbeiten, fällt nicht jedem leicht – unter dem Hashtag #brexitSongs finden "Betroffene" jetzt Abhilfe. Eine Playlist.

Der Brexit ist in aller Munde – und Ohren. Zum Hadern der Briten mit der EU passt eine Reihe bekannter Songs. Unter dem Hashtag #brexitsongs haben Nutzer in den sozialen Netzwerken passende Strophen ausgesucht. Es ist eine Playlist, um den Brexit mit einem Augenzwinkern erträglicher zu machen – oder auch schmerzlicher.

Großbritannien ist gespalten in Brexit-Befürworter und Gegner. Hardliner wollen der EU vollständig den Rücken kehren – auch ohne Abkommen. Gemäßigtere Brexit-Stimmen wie etwa Premierministerin Theresa May setzen auf einen geregelten Austritt. Ihnen gegenüber stehen wiederum die Brexit-Gegner, sie wollen in der EU bleiben. Ein permanentes Hin und Her wie im Song "Should I stay or should I go" der britischen Rockband "The Clash".


Eine selbst gewählte Isolation in der Europäischen Union könnte Großbritannien erheblich schaden. Auch für die britische Wirtschaft sind die Folgen nur schwer kalkulierbar. Ist der Brexit der "Weg zur Hölle" wie ihn etwa Chris Rea 1989 in "Road to Hell" besang?


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Größter Brexit-Treiber ist die rechtspopulistische UKIP (Partei für die Unabhängigkeit des Vereinigten Königreichs). Seit der Europawahl 2014 ist Partei diejenige mit den meisten Sitzen aus Großbritannien im Europaparlament. Aus Sicht der EU ist klar: "UKIP – me hanging on" – "UKIP – du lässt mich hängen". Bühne frei für Kim Wilde.


Haupt-Schauplatz des Brexit-Dramas ist London. Und so heißt es bei jeder neuen Entwicklung "London is calling" – wie auch bei "The Clash".


Bei einer Frau in Großbritannien läuft alles zusammen. Sie muss immer wieder abwägen, entscheiden, neu abwägen und wieder entscheiden und darf dabei ihre Linie nicht verlassen. Tatsächlich hat Premierministerin Theresa May dies bisher geschafft und so kann sie immerhin sagen: "I did it my way" – Frank Sinatra wäre bestimmt stolz.


Weltschmerz. Die Briten leben auf einer Insel. Zwischen ihnen und "dem Kontinent" fließt der Ärmelkanal. Die Meerenge schafft eine gewisse Distanz. Das Königreich beanspruchte wegen seiner Insellage schon häufiger eine Sonderrolle, meinte man, es schwerer als der Rest Europas zu haben. Und mit einem EU-Austritt wird alles leichter? Vor allem strapazieren die Briten mit dem Brexit die Nerven ihrer europäischen Freunde. Wäre da nicht einmal eine Entschuldigung angebracht, liebe Briten? Doch "Sorry seems to be the hardest word", wissen wir nicht erst seit Elton John. 


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