Großeinsatz in Nordrhein-Westfalen Bewaffneter verschanzt sich in Flüchtlingsunterkunft – Festnahme

Von dpa

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Der bewaffnete Mann wurde bei seiner Verhaftung verletzt. Symbolfoto: colourbox.deDer bewaffnete Mann wurde bei seiner Verhaftung verletzt. Symbolfoto: colourbox.de

Olsberg. Mit einem Messer verschanzte er sich, um in Deutschland bleiben zu können: Ein 49-jähriger Mann aus Tadschikistan hat am Mittwoch einen Großeinsatz der Polizei ausgelöst. Auch Teile einer Schule wurden gesperrt.

Bei einem Großeinsatz in einer Flüchtlingsunterkunft in Olsberg im Sauerland hat die Polizei einen bewaffneten Mann verhaftet. Der 49-Jährige wurde dabei verletzt, wie ein Polizeisprecher mitteilte. Die Einsatzkräfte blieben demnach unverletzt. Der Mann aus Tadschikistan hatte sich am Mittwochmorgen mit einem Messer in einem Zimmer der Unterkunft verschanzt, weil das Ausländeramt ihn nach Litauen zurückführen wollte. Dort habe er bereits einen Asylantrag gestellt, sagte ein Sprecher des Hochsauerlandkreises.

Nach Litauen zurück geschickt

Im Februar 2017 sei der Mann zum ersten Mal nach Deutschland gereist, um Asyl zu beantragen. Der Antrag wurde abgelehnt und der 49-Jährige zurück nach Litauen geschickt. Im Juli 2018 sei er erneut nach Deutschland gekommen, um Asyl zu bekommen – wieder ohne Erfolg.

Aus Sicht der Kollegen sei er ein "unauffälliger Mann", berichtete der Pressesprecher. Jetzt versuche das Ausländeramt, ihn in Abschiebehaft zu geben. Während des Großeinsatzes hatte die Polizei Teile einer benachbarten Schule gesperrt. Der Unterricht fand währenddessen in anderen Klassenräumen statt.


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