Liste der globalen Gesundheitsbedrohungen 2019 WHO: Impfgegner sind ein offizielles Gesundheitsrisiko

Laut WHO werden aktuell jährlich zwei bis drei Millionen Todesfälle durch Imfpungen vermieden. Foto: dpa/Sebastian GollnowLaut WHO werden aktuell jährlich zwei bis drei Millionen Todesfälle durch Imfpungen vermieden. Foto: dpa/Sebastian Gollnow

Genf. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) stuft Impfgegner als ein offizielles Gesundheitsrisiko ein. In der Liste der globalen Gesundheitsbedrohungen 2019 stehen sie auf einer Stufe mit Ebola, HIV, Antibiotikaresistenzen und dem Klimawandel.

Impfgegner sind ein offizielles Gesundheitsrisiko. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat die Verweigerung oder Verzögerung einer Impfung trotz verfügbarer Impfstoffe in die Liste der globalen Gesundheitsbedrohungen 2019 aufgenommen. Demnach stellen Impfgegner eine ähnlich große Gefahr wie Ebola, HIV, Antibiotikaresistenzen oder der Klimawandel dar.

Wie es in dem Bericht heißt, sorgten Impfgegner dafür, dass sich Krankheiten, die eigentlich ausgerottet werden könnten, weiter ausbreiten. Zum Beispiel sei die Zahl von Fällen bei Masern weltweit um etwa 30 Prozent gestiegen – unter anderem durch die wachsende Zahl von Impfgegnern. In einigen Ländern, die kurz davor waren, diese Krankheit zu beseitigen, sei laut WHO mittlerweile wieder ein Anstieg zu verzeichnen. 

Im Jahr 2017 seien weltweit 110.000 Menschen im Zusammenhang mit der gefährlichen Infektionskrankheit gestorben. Verglichen mit 2016 sei das ein Anstieg der Todesfälle um gut 30 Prozent. Eine flächendeckende, lückenlose Impfung sei deswegen dringend geboten, um Leben zu retten. 

WHO: Impfungen könnten weitere 1,5 Millionen Todesfälle vermeiden

Masern sind laut "Ärzte ohne Grenzen" eine hoch ansteckende Krankheit, die durch ein Virus hervorgerufen wird. Hauptsächlich betroffen seien Kinder. Masern könnten zu schwerwiegenden gesundheitlichen Komplikationen wie Lungenentzündung, Mittelohrentzündung und Durchfall mit Dehydrierungsrisiko führen.

Insgesamt könnten laut WHO derzeit jedes Jahr etwa zwei bis drei Millionen Todesfälle durch Impfungen gegen verschiedene Krankheiten vermieden werden. Mit einem besseren System allerdings könnten noch weitere 1,5 Millionen Menschenleben gerettet werden.


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