Winterwetter in Deutschland Meteorologen erwarten mehrwöchige Kälteperiode mit Dauerfrost

Von dpa

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Die winterliche Periode könne mehrere Wochen andauern, prognostizierte ein DWD-Meteorologe. Foto: dpa/Karl-Josef HildenbrandDie winterliche Periode könne mehrere Wochen andauern, prognostizierte ein DWD-Meteorologe. Foto: dpa/Karl-Josef Hildenbrand

Offenbach. Meteorologen des Deutschen Wetterdienstes sagen für die nächsten Wochen eisiges Winterwetter mit Dauerfrost voraus. In der Nacht zum Montag könnten die Temperaturen sogar auf minus 10 Grad fallen.

Wer sich in den kommenden Tagen im Freien aufhält, sollte sich dick einpacken – denn in Deutschland macht sich eisiges Winterwetter breit. Bereits für den Sonntag sagen Meteorologen für weite Teile der Republik Dauerfrost voraus. In der Nacht zum Montag können die Temperaturen sogar auf minus 10 Grad fallen, wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) am Samstag in Offenbach mitteilte. Nur im Südwesten, an der Küste und entlang des Rheins bleibt es zunächst frostfrei. 

Polarluft bewegt sich kaum noch

Ursache für die bevorstehende Kälteperiode ist Hoch "Brigida". Es sorgt laut DWD dafür, dass sich die nach Deutschland eingeflossene Polarluft kaum noch bewegt. Die Folge: Sie kühlt nachts durch den meist klaren Himmel immer weiter ab. Wie weit es dabei mit den Temperaturen nach unten geht, ist noch ungewiss. "Die winterliche Periode könnte aber nach heutiger Modellprognose mehrere Wochen andauern und umfasst auch weite Teile Europas", prognostizierte ein DWD-Meteorologe.

"Ich habe es selten erlebt, dass alle Rechenmodelle so eindeutig auf eine gleiche Entwicklung hinweisen", so DWD-Sprecher Andreas Friedrich.

Besonders streng dürfte die Kälte demnach dort ausfallen, wo jetzt bereits Schnee liegt. Dort kann es den Prognosen zufolge in den Nächten minus zehn bis minus zwanzig Grad kalt werden. Auch andernorts könnte es vor allem nachts sehr frostig werden: "Tagsüber können die Temperaturen zwischen minus drei und vier Grad plus liegen, nachts zwischen minus elf Grad und Null Grad", so Friedrich.

Auch Schnee wird erwartet. Zu Beginn der kommenden Woche ströme Luft aus Sibirien ein, die sehr kalt trocken sei, sagte Friedrich. Tiefausläufer aus dem Westen könnten dann in der zweiten Wochenhälfte Niederschläge zunächst im Westen bringen. "Am Wochenende kann dann durchaus ein großer Teil Deutschlands auch im Tiefland unter einer Schneedecke liegen", vermutete der DWD-Sprecher.


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